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Dollar und Euro bescheren Nationalbank hohen Verlust

GeldpolitikWechselkursverluste haben dazu geführt, dass die Schweizerische

Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Nationalbank hohe Gewinne ausweisen konnte: 2009 etwa betrug der Reingewinn 10 Milliarden Franken. Diese Zeiten sind vorerst vorbei. Wegen der Euro-Schwäche, die sich ab Anfang Jahr verschärfte, drehte das Resultat der SNB in die roten Zahlen. Ende Juni verbuchte sie einen Halbjahresverlust von 4 Milliarden Franken. Jetzt, nach neun Monaten, ist der Verlust auf 8,5 Milliarden angestiegen. Die Hauptanlagewährungen hätten zwischen Januar und Ende September gegenüber dem Franken deutlich an Boden verloren, schreibt die SNB in ihrem gestern veröffentlichten Bericht. So verlor der Euro seit Ende 2009 total 10,3 Prozent, der Dollar 5,4 Prozent. Die Aufwertung des Frankens führte laut SNB zu Wechselkursverlusten von 21,2 Milliarden Franken. Mitschuldig am Verlust sind die grossen Euro-Bestände: Die SNB kaufte allein im ersten Halbjahr 2010 bei einer Intervention zur Frankenstützung über 100 Milliarden Euro auf den Märkten ein. Den Wechselkursverlust konnte die Nationalbank durch Zins- und Dividendenerträge teilweise ausgleichen, wodurch der Verlust auf den gehaltenen Fremdwährungen 14,7 Milliarden Franken betrug. Kleineres Klumpenrisiko Vor diesem Klumpenrisiko hatte im August der emeritierte Berner Volkswirtschaftsprofessor Ernst Baltensperger gewarnt: Er forderte gegenüber dieser Zeitung, dass die Nationalbank einen Teil der Euro-Bestände abstösst. «In einem gewissen Ausmass sollte die SNB wieder eine Diversifizierung anstreben», sagte Baltens-perger. Die Nationalbank hat auf ihn gehört und im dritten Quartal das Euro-Portfolio um 38,8 Milliarden Franken reduziert. Die SNB hält inzwischen noch Euro im Wert von 121 Milliarden Franken (siehe Grafik). Zugelegt haben dagegen die Dollar- und Yen-Bestände. Zwischen Juni und September hat die SNB das Total der Fremdwährungen um rund 10 Milliarden Franken reduziert. Goldpreis sei Dank Geholfen hat der Schweizerischen Nationalbank der rekordhohe Goldpreis: Es resultierte ein Bewertungsgewinn von 4,6 Milliarden Franken auf ihren 1040 Tonnen Gold. Auch der Stabilisierungsfonds, in dem die illiquiden UBS-Wertpapiere liegen, trug 1,2 Milliarden Franken zum Ergebnis bei. Im Fonds seien noch Risiken von 17,5 Milliarden enthalten, hiess es weiter. Die SNB hatte von der UBS ursprünglich Risikopapiere im Wert von knapp 40 Milliarden übernommen. phm/sda>

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