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Bewegung ist das A und O

interlakenDer Unterseener Arzt Willi Steiner referierte im Hotel City Oberland über die Krankheit Arthrose. Eingeladen hatte die Männergruppe des Reformierten Pfarrkreises Interlaken-Matten.

«Die Ziele der Seniorenmännergruppe sind es, die Gemeinschaft zu fördern sowie regelmässige Treffen, Ausflüge und Besichtigungen zu erleben», erklärte deren Leiter und Pfarrer Claudio Jegher von der Schlosskirche Interlaken. Doch die Veranstaltung am Mittwoch im Hotel City Oberland, zu der mehr als achtzig Senioren der reformierten Männergruppe Interlaken-Matten gekommen waren, verfolgte noch einen anderen Zweck: Der Unterseener Arzt Willi Steiner hatte einen Vortrag zum Thema Arthrose vorbereitet. Zerstörte Gelenkknorpel «Arthrose ist eine Zerstörung von Gelenkknorpel durch Unfall oder Überbelastung», sagte Steiner und zeigte am Beispiel des komplex aufgebauten Kniegelenks, wie Knorpeldefekte aussehen können. So können etwa ein geschädigter Meniskus, Rheuma, Fehlstellungen der Beine oder die physiologische Alterung die Knorpel der Kniegelenke zerstören, die eine gelartige, komplexe Struktur haben. Ist der Knorpel eines Gelenks ausgedünnt oder zerstört, kann eine ähnliche Substanz injiziert werden. «Aber das ist nicht mehr dasselbe», erklärte Steiner. Infolge eines beschädigten Knorpels werden die Knochen angegriffen. Es entstehen schmerzhafte Knochenentzündungen. So beginnt gemäss Steiner der «Teufelskreis der Arthrose», in der die Patienten zunehmend eine Schonhaltung einnehmen, um Schmerzen zu vermeiden. Dabei hilft gerade das Gegenteil. «Stretchen ist sehr wichtig»«Bewegung ist das Wichtigste, um die Knorpelnährung durch Gelenkflüssigkeit anzuregen», sagte der Referent. Auch das Abbauen von Übergewicht werde empfohlen. «Stretchen ist sehr wichtig», informierte der Arzt und empfahl kräftigende Muskelübungen, Physiotherapie und das Gehen mit einem Stock. Auch über die operativen Möglichkeiten bei fortgeschrittener Arthrose, die Vor- und Nachteile von Gelenkprothesen und die Auswirkungen von Medikamenten informierte Steiner. Viele der Senioren nutzten die Gelegenheit und stellten dem Arzt nach dem Vortrag rege Fragen. Pfarrer und Leiter der Männergruppe Claudio Jegher dankte Willi Steiner für seine Ausführungen und überreichte ihm ein Geschenk. Monika Hartig>

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