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Aufstieg in die Königsklasse ist praktisch perfekt

tom lüthiDer Berner wird die nächste Saison mit grosser Wahrscheinlichkeit in der

Der Wechsel von Tom Lüthi in die MotoGP-Kategorie steht so gut wie fest. Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert, fährt der 24-jährige Berner in der nächsten Saison Grands Prix in der Königsklasse des Motorradrennsports. «Ich habe von der Dorna (der Rechteinhaberin, die Red.) für nächstes Jahr wieder einen Platz in der MotoGP-Klasse garantiert erhalten. Läuft alles wie geplant, dann heisst der Fahrer Tom Lüthi», bestätigt Daniel Epp. Der Basler Unternehmer verhalf Lüthi im Sommer 2002 zum Debüt auf GP-Stufe und ist seither auch dessen Manager. Grösster Erfolg des Schweizer Duos war 2005 der Titelgewinn bei den 125ern. Lüthi wäre der erste Schweizer seit Eskil Suter im Jahr 1998, der in der Königsklasse zum Einsatz kommt. «Dass ich in die MotoGP-Klasse will, habe ich nie verheimlicht», sagte Lüthi nach seinem 2. Platz am Sonntag in Jerez. «Ob das früher oder später geschieht, ist mir zum jetzigen Zeitpunkt egal. Mein Fokus gilt ganz der näheren Zukunft, also dem nächsten Rennen in Estoril. Ich will mich nicht mit Dingen befassen, die erst viel später kommen.» Er wolle in der aktuellen Saison um den Titel kämpfen, sagt Lüthi. Abbruch der Übung 2009 Bereits im Hinblick auf die letzte Saison war eigentlich Lüthis Aufstieg in die MotoGP-Klasse geplant, das Projekt wurde Ende Juni 2009 in Assen (NL) vorgestellt. Doch fehlende Resultate in den folgenden vier Rennen in der damaligen 250er-Klasse führten nur zwei Monate später bereits wieder zum Abbruch des Abenteuers. «Tom und ich fällten damals gemeinsam den Entscheid, das Unterfangen zurückzustellen», sagt Epp im Rückblick. Lüthi: «Die schlechte Phase kam damals nicht, weil die MotoGP-Klasse ein Thema war. Es gab damals viele Gründe, die dagegen sprachen. Ganz klar war ich damals auch noch nicht bereit. Nun präsentiert sich die Situation aber ganz anders. Ich habe in den zwei Jahren viel gelernt und bin einen grossen Schritt weiter.» Neues Finanzierungsmodell Um die Finanzierung des auf mindestens drei Jahre ausgelegten MotoGP-Projekts auch bei anfänglich kaum zu erwartenden Topresultaten zu gewährleisten, beschreitet Daniel Epp neue Wege. «Ich habe im März zusammen mit drei weiteren Leuten einen Business-Club mit Sitz in Zürich gegründet, dessen Zweck darin besteht, bis zur Hälfte des nötigen Budgets eines MotoGP-Teams zu decken», erklärt Epp. Ohne gross Werbung zu betreiben, hat der 51-jährige Basler schon mehrere Dutzend Personen gewinnen können, die bereit sind, jährlich 10000 oder gar 25000 Franken aufzuwenden. Drei Millionen pro Jahr Gehen Epps Pläne auf, so wird die Paddock MotoGP Club GmbH pro Jahr bis zu drei Millionen Franken generieren. Genug Geld, um mit einem Hauptsponsor leben zu können, der statt zwei «nur» eine Million ans Budget beiträgt, und um neben dem MotoGP- sogar auch wieder ein Moto2-Team zu betreiben. Letzteres übergab Epp Ende 2009 in die Hände des Deutschen Terrell Thien. Für Lüthi wird ein starker Nachfolger gesucht. Da im Zweck der Paddock MotoGP Club GmbH eine «vornehmlich schweizerische Fahrerbeteiligung» vorgeschrieben ist, ist es wenig erstaunlich, dass Epp ein Auge auf Dominique Aegerter geworfen hat und diesen als «sehr interessanten» Fahrer bezeichnet. Valentin Oetterli, Jerez>

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