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Unterseen sagte auch beim zweiten Mal Ja zum Naturpark

region thunDie Stiftung Landschaftsschutz Schweiz bedauert das Aus zum Naturpark Thunersee-Hohgant. Unterseen hat ein zweites Mal dem Beitritt zugestimmt.

Nach dem Nein dreier Gemeinden – am Montag sagte als vierte Gemeinde auch Oberhofen Nein zum redimensionierten Projekt (vgl. Bericht oben) – war für Projektleiter Bruno Käufeler klar, dass es keinen regionalen Naturpark Thunersee-Hohgant geben wird. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz bedauert dies zutiefst: «Damit bleibt eine der schönsten und zudem höchstgeschützten Landschaften der Schweiz ohne diese Naturauszeichnung», schreibt Raimund Rodewald namens der Stiftung in einer Stellungnahme. «Ein Naturparklabel wäre ein willkommenes Signal für den derzeit unter schwierigen Sternen stehenden Tourismus gewesen. Schade, dass man nun wohl viele Naturparkangebote, wie Trekking und Führungen, aufgeben muss.» Das Aus zum Naturpark bedeute auch ein negatives Zeichen in Richtung der künftigen Landwirtschaftspolitik: «Während in anderen Regionen die Landschaftspflege zum Selbstbewusstsein der Bergbauern gehört, scheint hier dieser Graben Naturschutz-Landwirtschaft wieder aufgebrochen zu sein.» Rodewald drückte seine Hoffnung aus, dass «man vor diesem Hintergrund die Weiterentwicklung der Direktzahlungen für das Berggebiet nicht infrage stellt.» Zweites Ja aus Unterseen «Der Gemeinderat Unterseen ist nach wie vor überzeugt, dass der Naturpark ein gutes Instrument zur Förderung von Innovation und Wertschöpfung in der Region ist und wir das Tor zum Park offen halten sollten», erklärte die zuständige Gemeinderätin Ingrid Hofer den 152 anwesenden Stimmberechtigten. Mit 78 zu 56 Stimmen sagte die Gemeindeversammlung am Montagabend auch im zweiten Anlauf Ja zum redimensionierten Naturpark Thunersee-Hohgant. Die minimal erforderliche Parkfläche von 100 Quadratkilometern wäre nach dem Unterseener Ja auch dann erreicht, wenn Beatenberg und Eriz zustimmen. Ob die Gemeinden, die beitreten wollen, angesichts der Gebietsreduktion einen dritten Anlauf nehmen wollen, entscheiden sie nach Auskunft von Bruno Käufeler nach der nächsten Vorstandssitzung des Trägervereins vom 12.Dezember.pd/shu/heh>

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