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Fotovoltaik- Anlage: Ein knappes Ja

SEFTIGENDie Einführung eines regionalen Tagespflegeangebots wurde zurückgestellt. Umstritten war auch der Standort für den geplanten Sporthallen- und Sportplatz-Neubau in der Sumpfmatt.

An der mit 106 Personen besuchten Gemeindeversammlung Seftigen herrschte über mehrere Traktanden hinweg Uneinigkeit. Umstritten war zunächst die Installation der Fotovoltaikanlage. Bemängelt wurde vorab die Wirtschaftlichkeit. «Wir tun der Umwelt mehr zuliebe, wenn wir die beinahe 200000 Franken für die Erweiterung der gemeindeeigenen Schnitzelheizung oder für eine verbesserte Isolation an Gebäuden einsetzen», schlug ein Votant vor. Ein Antrag von Walter Moser auf Zurückweisung an die Exekutive blieb auf der Strecke. Der gemeinderätliche Antrag für die Installation mit Kosten von 195000 Franken reüssierte mit 50 Ja gegen 25 Nein bei vielen Enthaltungen. Uneinigkeit herrschte ebenfalls betreffend der Einführung eines regionalen Tagespflegeangebots für Kinder. Die umliegenden Gemeinden Burgistein, Forst-Längenbühl, Gurzelen, Höfen, Thierachern, Uetendorf und Wattenwil haben sich bereit erklärt, sich am Projekt zu beteiligen. Mehrere Gegner zweifelten an den unklar formulierten Kostenfolgen. «Was passiert, wenn die grösste Gemeinde Uetendorf plötzlich zurücksteht», meldete sich eine Frau. Ein Antrag auf Zurückweisung und Neutraktandierung für die nächste Gemeindeversammlung vom 4.Juni 2012 fand mehrheitliche Zustimmung. Alle dafür, aber Für viel Diskussionsstoff sorgte der geplante Sporthallen- und Sportplatzneubau in der Sumpfmatt (wir berichteten). Finanzielle Bedenken und dass die Nutzung der Halle fast ausschliesslich dem Unihockey-Club Höfen vorbehalten sein könnte, standen im Zentrum. Ein Grund der Gegner lag beim Standort; dies, weil die Sumpfmatt weit vom Schulhausareal entfernt liegt. Das letzte Wort wird an einer kommenden Gemeindeversammlung fallen. Einigkeit herrschte dafür in der Übernahme der jährlich wiederkehrenden, ungedeckten Normkosten der Kindertagesstätte (Kita) ab 2012. Der Gemeinderat wurde vom Souverän grossmehrheitlich ermächtigt, den Leistungsvertrag mit dem jeweiligen Leistungserbringer und den Zusammenarbeitsvertrag mit den Nachbargemeinden zu unterzeichnen. Der Kitabetrieb wird dem Verein Leolea übertragen. Unveränderte Ansätze Einhellige Zustimmung erfuhren des Weiteren die Änderungen der Gebühren-, Personal- und Wahlreglemente sowie der Gemeindeordnung. Die vom Gemeinderat vorgeschlagene Streichung der Urnenabstimmung soll jedoch beibehalten werden. Einem diesbezüglichen Antrag wurde mit grossem Mehr zugestimmt. Der Voranschlag 2012 passierte einhellig. Dies bei einem Aufwand von 7,1 Millionen Franken und einem Mehrertrag von 81531 Franken. Die Ansätze bleiben unverändert, so der Steuersatz mit 1,74 Einheiten, die Liegenschaftssteuer von 1 Promille und die Hundetaxe von 50 Franken für den ersten und 70 Franken für jeden weiteren Hund. Das Eigenkapital beträgt knapp 1,1 Millionen Franken. Erwin Munter>

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