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Die Rückkehr des Claudio N.

Eigentlich könnte Claudio Neff in der NLA eine Hauptrolle spielen: Er ist schnell, technisch versiert, schussstark. Nur, die Schlagzeilen hat der 28-jährige Stürmer bis dato selten seiner sportlichen Qualitäten wegen geprägt. Neff, der Freigeist, verkörpert, was man gemeinhin als «Problemspieler» bezeichnet. Bei Davos wurde er von Arno Del Curto gefördert und – Neffs freizügigem Lebensstil im Kurort zum Trotz – vorerst auch protegiert. 2001 wechselte Neff nach Ambri, um wenige Wochen später wieder im Landwassertal zu erscheinen, ohne für die Leventiner nur eine Partie bestritten zu haben. Später unterschrieb der Bündner bei Gottéron, und nach dem Motto «Im Westen nichts Neues» konnte er sich auch bei Freiburg nicht durchsetzen. Gewiss, in Langnau blühte Neff kurzzeitig auf und bildete mit Fabian Sutter und Mathias Joggi eine hervorragende Sturmlinie. Den gängigen Verführungen des Lebens war Neff aber auch im Emmental nicht abgeneigt. Zudem sorgte er wegen eines Techtelmechtels mit Natasha Jackson für Boulevard-Schlagzeilen – beinahe in ähnlichem Ausmass, wie es später Neffs Fast-Namensvetter (Man nehme ein «f» weg, was die passende militärische Abkürzung für «Nicht erfüllt» ergibt) widerfahren sollte. Jedenfalls wurde Claudio Neff nach mehreren Verwarnungen in Langnau entlassen und konnte seither weder bei Biel noch bei Servette Fuss fassen. Seit Ende November ist er zurück auf Schweizer Eis: Für Ambri hat er in 15 Partien 10 Skorerpunkte erreicht. Ein beachtlicher Wert. Und Neff tut gut daran, weiterhin seiner sportlichen Leistungen wegen im Gespräch zu bleiben. Denn Ambri ist für den talentierten Flügel die letzte Chance. Definitiv.rek >

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