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Kampf der Steuerhölle

Der Auswiler Hannes Flückiger will, dass die Motorfahrzeugsteuern im Kanton Bern auf das Schweizer Mittel gesenkt werden.

Dass der Grosse Rat des Kantons Bern Autos der Effizienzkategorie A und B ab 1.Januar 2011 steuerlich entlastet, findet der Auswiler Garagist Hannes Flückiger grundsätzlich richtig. «Komplett daneben» findet der Unternehmer mit gut 20 Mitarbeitenden aber, dass nahezu alle anderen Motorfahrzeugbesitzer im Kanton Bern stärker zur Kasse gebeten werden als heute. Wer beispielsweise ein Fahrzeug mit der Effizienzkategorie G fährt, muss mit einem Steuerzuschlag von bis zu 60 Prozent rechnen. Dass der Grosse Rat im November 2009 zu diesen meist höheren Steueransätzen Ja gesagt und im Gesetz über die Besteuerung der Strassenfahrzeuge verankert hatte, liess Flückiger endgültig den Kragen platzen. Jetzt hat er das Referendum ergriffen. Die Forderung: Im Kanton Bern soll die Strassenverkehrssteuer mindestens auf den Wert des schweizerischen Durchschnitts aller Kantone gesenkt werden. Bis am 17.März hat Hannes Flückiger Zeit, 10000 Unterschriften von stimmberechtigten Bernerinnen und Bernern zu sammeln. Das Referendum wird unterstützt vom Autogewerbeverband Schweiz, Kanton Bern. Am 20.Januar hat Hannes Flückiger vom Strassenverkehrsamt für seine Autos (Ersatz- und Vorführwagen sowie fünf Garagennummern) eine Rechnung über 33500 Franken erhalten. «Im Kanton Luzern müsste ich nur die Hälfte bezahlen. Ist das gerecht?», moniert er und gibt die Antwort gleich selbst: «Das ist höchst ungerecht. Denn es gibt keinen Grund für diese enorme Höhe.» Ein Beispiel: Der Kanton Luzern erhebt für einen VW Golf 1.4 TSI, Jahrgang 2010, Fahrzeugsteuern in Höhe von jährlich Fr.309.-, der Kanton Bern dagegen kassiert 667 Franken ein. Urs Egli >

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