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«Kein Gesuch zurückziehen»

BKW-Chef Kurt Rohrbach ist der Meinung, dass die Alpiq ihr Gesuch für ein neues AKW nicht zurückziehen muss.

Das Berner Energieunternehmen BKW bietet die Konkurrentin Alpiq einen Kompromiss an: Die Alpiq soll ihr Atomkraftwerkprojekt vorerst auf Eis legen, das Gesuch aber nicht zurückziehen. «Wir sollten uns auf die Reihenfolge der Bearbeitung einigen. Das dritte Gesuch muss ja nicht zurückgezogen werden», sagt Kurt Rohrbach gegenüber der «Handelszeitung». Damit schlägt der CEO der BKW der Konkurrentin Alpiq eine neue Lösung für den Streit um die geplanten Atomkraftwerke vor. Die BKW möchte gemeinsam mit der Axpo die ältesten Schweizer Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg ersetzen. Die Alpiq jedoch sperrt sich und pocht darauf, eines der beiden neuen Werke in Gösgen zu bauen, wo sie Hauptteilhaberin ist. Bei der Alpiq wird bezweifelt, dass der Rückhalt im Kernenergie-kritischen Kanton Bern für die BKW gross genug ist, um das Projekt Mühleberg durchzuziehen. Laut BKW-Chef Kurt Rohrbach bliebe die Alpiq mit einem Ja zum Angebot ohne Rückzug ihres Gösgen-Gesuchs im Rennen: «Treten im Laufe der Projektierung an einem Standort unüberwindbare Hindernisse auf, kann man sich immer noch für ein anderes Projekt entscheiden», lautet die Begründung. Mit diesem Vorgehen müsste man nicht voreilig auf einen Standort verzichten. Laut Rohrbach müsse die Strombranche nun die Standortdiskussion vorerst abschliessen. Jetzt weiterhin mit drei Gesuchen parallel zu arbeiten, sei aufwendig. Die Branche müsse jetzt klar sagen, was sie wolle. nb>

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