Hess und Funiciello schaffen es

Bern

Erich Hess (SVP) und Tamara Funiciello (SP) sind nun Stadt- und Grossräte. Die Grünen verlieren einen Sitz zugunsten der SP-Frauen.

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Mit SVP-Nationalrat Erich Hess und der Juso-Schweiz-Präsidentin Tamara Funiciello haben zwei national bekannte Politiker die Wahl in den Grossen Rat geschafft. Erich Hess erzielte mit 3700 Stimmen das mit Abstand beste Resultat seiner Partei.

Damit gehört er auf allen drei Staatsebenen dem Parlament an. Er ist Stadtrat, neu Grossrat und auch Nationalrat. «Ich werde auch das Mandat als Grossrat ausüben. Das schulde ich den Wählern», sagt Hess.

Und ein Rücktritt aus den beiden anderen Parlamenten steht für ihn derzeit nicht zur Diskussion. Auch wenn sich die Sessionen des Nationalrats und des Grossen Rates teilweise überschneiden.

Erfolg mit Provokationen

Die nächste Karrierestufe in ihrer noch jungen Politikkarriere hat die 28-jährige SP-Stadträtin ­Tamara ­Funiciello erreicht. Die für ihre provokativen Auftritte bekannte Politikerin belegte bei den SP-Frauen den fünften Rang und schaffte so die Wahl.

Doch die Wähler haben auf der SP-Liste auch solide Parteiarbeit belohnt: Die Spitzenreiterinnen Nicola von Greyerz und Ursula Marti erzielten 1000 respektive 800 Stimmen mehr als ­Funiciello. Die SP-Frauen waren im Übrigen generell in Feier­laune: Sie konnten einen fünften Sitz dazugewinnen.

Trede tritt Amt nicht an

Ebenfalls national bekannt ist die gewählte Grossrätin Aline Trede. Sie schaffte es bei den Grünen auf Rang drei. Mit der Wahl von Christine Häsler in den Regierungsrat rückt sie aber in den ­Nationalrat nach. Mit den Mehrfachmandaten hält sie es nicht gleich wie Erich Hess.

«Ich werde mein Grossratsmandat nicht antreten, da ich Doppelmandate ablehne», sagte sie ­im Rathaus. Für sie wird der Bisherige Daniel Klauser nachrücken.

Aber es gelang den Grünen nicht, ihren fünften Sitz — denjeingen des zurückgetretenen Blaise Kropf — zu verteidigen. «Ein Wermutstropfen», sagte die Grünen-Gross­rätin Natalie Imboden. Das Grüne Bündnis und die Grüne Freie ­Liste traten in der Stadt erstmals ­gemeinsam an.

Mit Zimmerli und Ammann

Neu in den Grossen Rat wurde Christoph Zimmerli gewählt. Der Präsident der FDP Stadt Bern wird für den in den Regierungsrat gewählten Philippe Müller nachrücken, der ebenfalls für den Grossen Rat kandidiert hatte.

Und links im Parteienspektrum kam es zu einer Rochade: Die Alternative Linke Bern (AL) erzielte 3,5 Prozent der Stimmen und liess die Grün alternative Partei (GaP) mit einem Stimmenanteil von 2,1 Prozent deutlich hinter sich. Statt der Bisherigen Simone Machado Rebmann (GaP) zieht nun Christa Ammann (AL) in den Grossen Rat ein.

So sieht die neue Sitzverteilung in den neun Berner Wahlkreisen aus. Zum Vergrössern hier klicken.

sny

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