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Anfrage eines SVP-GrossratsRegierungsrat stört sich an Unterricht von UMA in Privatschulen

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende werden an der Rudolf-Steiner-Schule Oberaargau unterrichtet. Nun schreitet der Kanton ein.

Zwei minderjährige Asylsuchende in einer Wohngemeinschaft der Gesellschaft Zentrum Bäregg.
Zwei minderjährige Asylsuchende in einer Wohngemeinschaft der Gesellschaft Zentrum Bäregg.
Foto: Archiv/Franziska Scheidegger

Derzeit besuchen drei unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) die private Rudolf-Steiner-Schule Oberaargau. Obwohl dem Kanton dadurch keine Kosten entstehen, erachtet die Regierung den Besuch von Privatschulen durch UMA «ganz grundsätzlich als stossend».

Dies schreibt die Regierung in einer am Mittwoch publizierten Antwort auf eine Anfrage von SVP Grossrat Andreas Schüpbach (Huttwil). Die zuständige Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion werde die «notwendigen Schritte unternehmen».

Der Schulbesuch der UMA an der Rudolf-Steiner-Schule (RSS) Oberaargau geht gemäss Regierungsantwort auf einen 2016 entstanden Austausch zwischen Klassen der RSS und der Klasse des UMA-Ankunftszentrum in Huttwil zurück. Die Steinerschule wollte die Kontakte nach diesen Erfahrungen vertiefen.

Auf Initiative einer Oberstufenklasse und deren Lehrerin wurde dem Vorstand der RSS Oberaargau beantragt, einigen UMA den Zugang zur Schule zu ermöglichen. Dem Zentrum Bäregg wurde in der Folge ein erste Schulplatz angeboten, ab 2019 wurden weitere Plätze finanziert.

Seither hätten verschiedene Steinerschulen im Kanton Bern Schulplätze angeboten, welche vom Zentrum Bäregg genutzt würden. Dem Kanton entstehen dadurch keine Mehrkosten, hält die Regierung fest. Bezahlt wurden Materialkosten von rund 1000 Franken, welche auch für ein reguläres 10. Schuljahr anfallen würden.

SDA/mb