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Änderungen beim FC ThunPräsident Lüthi tritt zurück

Markus Lüthi zieht die Konsequenzen aus dem Abstieg und steht nicht mehr an der Spitze des Vereins. Sein Nachfolger soll Sportchef Andres Gerber werden.

Markus Lüthi hat demissioniert: Sein Amt hat ihn müde gemacht.
Markus Lüthi hat demissioniert: Sein Amt hat ihn müde gemacht.
Peter Klaunzer/Keystone

Nun hat der FC Thun das Schweigen gebrochen und über die Zukunft des Vereins orientiert. An der Spitze kommt es zu Änderungen: Präsident Markus Lüthi tritt per Ende August zurück. Auch Vizepräsident Markus Peter hat demissioniert. Er bleibt aber bis zur nächsten Generalversammlung im Verwaltungsrat, um die Integration mit den Investoren Pacific Media Group (PMG) «weiter zu unterstützen», wie Thun mitteilt. Danach wird er auch aus dem Verwaltungsrat zurücktreten.

Es ist ein «Entscheid, der mich schmerzt», schreibt der abtretende Präsident in einer Mitteilung. Trotzdem sei er überzeugt, dass es der richtige ist, für den Verein wie auch für ihn persönlich. «Es gilt keine Schuldigen zu suchen für diesen Abstieg. Jedoch ist es für den Club wichtig, dass jemand diese Verantwortung übernimmt», begründet der 62-Jährige seinen Rücktritt. Er habe viele Baustellen beim Verein zu lösen versucht. «Dieser Weg hat mich müde gemacht», schreibt er und entschuldigt sich für den Abstieg. Am Ende des Schreibens wird Lüthi emotional: Er verabschiede sich «mit einer Träne auf der Wange».

Sportchef wird Vizepräsident

Nachfolger soll der bisherige Sportchef Andres Gerber werden. Er wurde am Mittwoch vom Verwaltungsrat zum Vizepräsidenten gewählt und wird sich «an der nächsten Generalversammlung als Präsident des FC Thun Berner Oberland zur Verfügung stellen», heisst es. Gerber sei seit Jahren als Nachfolger von Lüthi im Gespräch gewesen. Eine ausserordentliche Generalversammlung wird es aber nicht geben.

Das Weiterbestehen des Clubs ist gesichert. Im Nachwuchs und auf der Geschäftsstelle wird man aber «Personalkosten reduzieren müssen». Thun kann weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der PMG zählen, das potenzielle Gesamt-Engagement beträgt aber neu 2.2 Millionen Franken anstatt wie bisher 3 Millionen Franken. Von einem direkten Wiederaufstieg wollen die Verantwortlichen nur indirekt schreiben. Sie unternehmen alles, um «so bald wie realistisch möglich» in die Super League zurückzukehren.

va

10 Kommentare
    Sander Landwig

    Da nimmt der Richtige den Hut! Am Schluss trägt immer der oberste Chef die Verantwortung. Der abtretende Präsident trägt auch die Verantwortung dafür, dass der FC Thun in den letzten Jahren im restlichen Oberland nicht auf hinreichenden (insbesondere finanziellen) Rückhalt gestossen ist. Seine undifferenzierte und polemische Äusserung gegenüber einem potentiellen Sponsor in einem im Sommer 2019 in sämtliche Haushalte im Oberland gratis zugestellten Printprodukt sprechen Bände und wirkten für FC-Thun-Sympathisanten abschreckend. Mit der neuen Führung gehts nun hoffentlich bald wieder - auf allen Ebenen - aufwärts. Hopp Thun!