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Unesco-Bewerbung aus BelgienPommes Frites als Weltkulturerbe? Aber sicher!

Für einmal mit Mayonnaise: Pommes an einem Stand in Brüssel.
6 Kommentare
    Oliver Peters

    Ich bin im deutschsprachigen Ostbelgien aufgewachsen und natürlich mit "Fritten" großgeworden. Eine Bitte an alle Leser: sprecht nicht von "Pommes", was ich nur mit den industriellen Produktionen von Fastfood-Ketten, insbesondere in Deutschland, in Verbindung bringen kann, aber nicht mit den belgischen Fritten!

    Was macht sie genau aus? Natürlich sind es zuerst die Kartoffeln, vorzugsweise der Sorte Bintjes. Diese müssen sorgfältig geschält und dann in relativ grobe Stäbchen geschnitten werden. Das ist wichtig, denn nur so erreicht man außen ganz knusprige, innen ganz weiche. Die aus dem Fastfood hingegen sind relativ dünn, was die Garzeit zwar reduziert, sie aber auch direkt nach Pappe schmecken läßt, wenn sie kalt sind. Bei belgischen Fritten ist das nicht der Fall.

    Dann kommt noch das Fett: für den richtigen Geschmack sollten sie in Rinderschmalz frittiert werden. Da schütteln zwar viele Ernährungswissenschaftler nur den Kopf, aber es schmeckt halt besser. Zum Vergleich kann ich nur empfehlen sie mal in Olivenöl zu frittieren: der reinste Horror!

    Und natürlich wären dann noch die Saucen: da hat sich in den letzten 50 Jahren viel geändert: ich kann mich noch erinnern, dass es entweder nur Senf oder Mayonnaise gab. heute sieht das natürlich anders aus. Bei der Mayonnaise, sollte es natürlich am besten hausgemachte sein, nicht diese industrielle weiße Paste, die man in Deutschland unter dieser Bezeichnung anbietet - zu süß und schmeckt eher nach Konservierungsstoffen.