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Initiative «allgemeiner Wohlstand»Chinas Marxismus-Vorstoss dürfte der Uhrenindustrie nützen

China ist zum wichtigsten Absatzmarkt für Schweizer Uhren geworden.

Chinesische Konzerne ordnen sich unter

Böse Erinnerungen an die Luxussteuer

«Mittelschicht sollte gestärkt werden»

Die Schauspielerin Zhao Wei ist beim kommunistischen Regime in Peking in Ungnade gefallen.
17 Kommentare
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    Sacha Meier

    Als Neo-Marxismus würde ich die Entwicklung in China nicht bezeichnen. Auch nicht als Neo-Maoismus - selbst wenn gewisse Elemente von Xi Jin-Pings Umbau der chinesischen Gesellschaft in diese Richtung weisen. Etwas die Verpflichtung, Xis Bücher über sein Denken zu lesen. Oder die nationalistischen Parolen. Ich denke eher, China versucht etwas in der Art einer sozialen Staatsmarktwirtschaft zu etablieren - in Anlehnung an die westliche Soziale Marktwirtschaft (*1947, †1992), die ironischerweise mit den WTO-Globalismusdekreten 1995 nach dem Drehbuch von Deng Xiao-Ping in den real existierenden Neofeudalismus umgebaut wurde. Ob diese Wendung gelingt, wissen wir nicht. Ob die Schweizer Luxusuhrenindustrie davon wirklich profitieren wird, noch viel weniger. Entweder gelingt es Xi wirklich, den Mittelstand zu stärken und so der gefährlichen Tang-Ping-Protestbewegung (engl. Lying flat, dt. sinngemäss Dienst-nach-Vorschrift) den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dann werden aber die Löhne so massiv steigen (müssen), während auch das 996-Arbeitszeitsystem gebodigt werden wird, dass China eine rasche Japanifizierung seiner Wirtschaft samt Verlust der Wettbewerbsfähigkeit befürchten muss. Oder aber, die Reformen werden zum Rohrkrepierer, Xi lässt eine Kulturrevolution 2.0 vom Stapel und befördert sich so endgültig ins Aus - während Länder, wie Vietnam, Indonesien, Nordkorea, Thailand und Indien China die Billigproduktion aus der Hand nehmen. Damit kollabierte auch Xis Weltführerschaft.