Zum Hauptinhalt springen

Papst führt Corona-Impfzwang einImpf-Verweigerern im Vatikan droht die Entlassung

Ein Dekret im Kirchenstaat richtet sich gegen Impf-Verweigerer, die «zu einem Risiko für andere werden könnten». Ausgenommen werden nur Genesene mit Antikörper-Nachweis.

Papst Franziskus bei einer Zeremonie am Aschermittwoch. Das katholische Kirchenoberhaupt ist bereits geimpft, nun sollen alle Bediensteten nachziehen.
Papst Franziskus bei einer Zeremonie am Aschermittwoch. Das katholische Kirchenoberhaupt ist bereits geimpft, nun sollen alle Bediensteten nachziehen.
Foto: Vatikan/Keystone

Den rund 5000 Bediensteten des Vatikans droht künftig bei einer Verweigerung der Corona-Impfung die Entlassung. Das geht aus einem Dekret hervor, das am Donnerstag vom Kirchenstaat veröffentlicht wurde. Wer keine medizinischen Gegen-Indikationen vorweise und die Impfung gegen das Coronavirus verweigere, müsse mit «mehr oder weniger schweren Konsequenzen» rechnen, die «bis zur Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses führen» könnten, heisst es in dem Dekret.

Das Dekret bezieht sich auch auf zukünftige Bewerber für eine Tätigkeit im Vatikan. Wer eine Impfung verweigere, könne zum Risiko für andere werden, heisst es in dem Dekret. So würden die Risiken für die öffentliche Gesundheit erhöht.

Wer im Vatikan keinen Mund-Nasen-Schutz trägt und die gebotenen Abstandsregeln nicht einhält, muss mit Bussgeldern zwischen 25 und 50 Euro rechnen. Verstösse gegen die Quarantäne-Regeln ziehen Bussgelder von bis zu 1500 Euro nach sich. Die Kampagne mit Gratis-Impfungen im Vatikan begann im Januar. Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. sind bereits geimpft.

anf/afp

11 Kommentare
    Martin Tanner

    Da die Römische Kurie ein sehr hohes Durschnittsalter seiner Angehörigen zählt, kommt das wohl einem Altersheim gleich. Da ist der Impfzwang völlig in Ordnung und gibt nichts auszusetzen. Das müsste bei uns in jedem Altersheim ebenso gehandhabt werden, weil ein APH eine bisher leider völlig vernachlässigte Fürsorgepflicht den Bewohnerinnen und Bewohnern gegenüber hat. In APH sollte jeder rausfliegen, der sich weigert, sich impfen zu lassen, denn die individuelle Befindlichkeit der Angestellten hat 100-pro geringere Bedeutung, als der Schutz von Alten und Pflegebedürftigen.