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Schülerin feuert aus Versehen Schüsse ab

Eine Zwölfjährige trägt eine Waffe in ihrem Schulrucksack. Als sie diesen in ihrer Schule in Los Angeles auf den Boden stellt, fallen die Schüsse.

Eine zwölfjährige Schülerin verletzt fünf Personen mit einer Schusswaffe.
Eine zwölfjährige Schülerin verletzt fünf Personen mit einer Schusswaffe.
Frederic J. Brown, AFP
Das Mädchen wurde festgenommen.
Das Mädchen wurde festgenommen.
Frederic J. Brown, AFP
Wie inzwischen bekannt ist, lösten sich die Schüsse, als die Schülerin ihren Rucksack mit der Waffe auf den Boden stellte.
Wie inzwischen bekannt ist, lösten sich die Schüsse, als die Schülerin ihren Rucksack mit der Waffe auf den Boden stellte.
Damian Dovarganes/AP, Keystone
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In einer Mittelschule in Los Angeles sind mehrere Schüler von Schüssen getroffen worden. Bei dem Vorfall handelte es sich nach Angaben der Polizei jedoch um einen Unfall. Eine Zwölfjährige sei zwar festgenommen worden, erklärte Polizeisprecher Josh Rubinstein am Donnerstag, ihr werde jedoch nur ein fahrlässiger Umgang mit einer Waffe auf einem Schulgelände zulasten gelegt. Ein Schüler der Sal-Castro-Mittelschule war bei dem Vorfall am Kopf getroffen worden, er befand sich jedoch ausser Lebensgefahr. Drei weitere Kinder wurden verletzt.

Ein Klassenkamerad des Mädchens hatte zuvor bereits gesagt, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Die Zwölfjährige habe geweint und wiederholt «Das wollte ich nicht» gesagt, erklärte der Schüler der Nachrichtenagentur AP. Sie habe die Waffe in ihrem Rucksack gehabt, diese habe ausgelöst, als sie den Rucksack auf den Boden stellte. Ein weiterer Klassenkamerad erklärte, das Mädchen habe gedacht, es handele sich um Spielzeugwaffe.

Ein Kind am Kopf getroffen

Nach Angaben der Feuerwehr befand sich der verletzte 15 Jahre alte Schüler in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Er war am Kopf getroffen worden. Das Kind habe extrem viel Glück gehabt, sagte der Arzt, Aaron Strumwasser. Die Kugel habe ihn nicht lebensgefährlich verletzt. Das andere Opfer, eine ebenfalls 15-Jährige, sei weniger schwer verletzt. Sie wurde am Handgelenk von einer Kugel getroffen.

In dem Schulbezirk sollen Schüler nach dem Zufallsprinzip ab der sechsten Klasse täglich mit Hilfe eines Metalldetektors nach Waffen durchsucht werden. Bei einer im April veröffentlichten Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass sich zehn Prozent der Schulen nicht an die Vorgabe hielten und ein Viertel nicht genügend Metalldetektoren hatten. Ob Schüler in der betroffenen Schule am Donnerstag auf Waffen untersucht wurden, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Dutzende Eltern warteten nach dem Zwischenfall vor der Schule, um ihre Kinder abzuholen. Angestellte der Schule führten die Klassen einzeln nach draussen. Einige Eltern weinten, als sie ihre Kinder wieder in die Arme schliessen konnten.

AP/fur

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