Zum Hauptinhalt springen

Wurde Filmhund «Bailey» am Set gequält?

Bei den Dreharbeiten für einen Hollywood-Familienfilm soll der tierische Hauptdarsteller gelitten haben. Tierschützer fordern jetzt auch Schweizer Kinobetreiber zum Boykott auf.

jdr
Umstrittene Stunt-Szene: Wird hier der Schäferhund gegen seinen Willen ins Wasser gedrückt? Szene aus einem geleakten Video.
Umstrittene Stunt-Szene: Wird hier der Schäferhund gegen seinen Willen ins Wasser gedrückt? Szene aus einem geleakten Video.
Screenshot youtube/tmz

Der Schweizer Kinostart des Familienfilms «Bailey – ein Freund fürs Leben» wird von heftigen Negativ-Schlagzeilen überschattet. Während der Dreharbeiten soll der tierische Star bei einer Stunt-Szene völlig verängstigt gewesen sein. Trotzdem sei der Schäferhund gezwungen worden, ins tosende Wasser zu springen. Ein Handy-Video, aufgenommen am Set, wurde dem US-Newsportal «tmz» zugespielt und soll genau das zeigen.

Tierschützer warfen den Machern des Films Tierquälerei vor. Einige deutsche Kinoketten haben daraufhin beschlossen, auf die Vorführung zu verzichten. Peter Höffken von der internationalen Tierschutz-Organisation Peta hat jetzt auch die Schweizer Kinobetreiber Kitag und Pathé aufgefordert, den Film nicht zu zeigen. In der «Schweiz am Sonntag» spricht er sich für die Computeranimation als tierfreundliche Alternative aus.

Falscher Eindruck vermittelt?

In den USA haben die strittigen Szenen bereits eine heftige Debatte entfacht. Das US-Filmsstudio Universal sah sich gezwungen, die dortige Premiere des Films kurzfristig abzusagen.

Der deutsche Verleiher Constantin Film beruft sich in einer Stellungnahme darauf, dass der Hund speziell auf solche Szenen trainiert sei. Der Handy-Clip vermittle einen falschen Eindruck des Geschehens. Die Kinokette Pathé zeigt den Film weiterhin. Auf Anfrage von «Schweiz am Sonntag» wollte sie sich zum Thema nicht äussern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch