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Will «La Familia» sich auflösen?

Eines der brutalsten Drogenkartelle von Mexiko hat angeblich seine Auflösung angeboten – unter einer Bedingung, die von brutalen Kriminellen nicht zu erwarten war.

Ein Drogenkartell unter Druck: Mutmassliche Mitglieder von «La Familia» ach ihrer Verhaftung im März 2010.
Ein Drogenkartell unter Druck: Mutmassliche Mitglieder von «La Familia» ach ihrer Verhaftung im März 2010.
Keystone

Das Kartell fordert laut einem Brief, der am Mittwoch (Ortszeit) an örtliche Medien versandt wurde, als Bedingung, dass die Regierung die Sicherheit der Bürger im westlichen Bundesstaat Michoacán garantiere. Wenn die Regierung dies öffentlich akzeptiere und die Bürger schütze, werde sich das unter dem Namen «La Familia» bekannte Kartell auflösen. Zugleich wurde das Schreiben in der Hauptstadt von Michoacán, Morelia, auf Flugblättern verteilt. Darin wurden die Behörden aufgefordert, «mit Stärke und Entschiedenheit» die Kontrolle zu übernehmen.

In der mexikanischen Bundeshauptstadt Mexiko-Stadt erklärte jedoch die Generalstaatsanwaltschaft, es gebe Zweifel an der Authentizität des Schreibens. Und auch wenn es echt sein sollte, lehne die Regierung «Deals mit Kriminellen» ab. «La Familia» kontrolliert die Herstellung und Verbreitung von Drogen in Michoacán mit eiserner Faust. Das Kartell schmuggelt nach Angaben der US-Sicherheitsbehörden grosse Mengen synthetischer Drogen und Kokain in die Vereinigten Staaten.

In Mexiko sind seit dem Beginn einer Militäroffensive gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 mehr als 28'000 Menschen getötet worden. Trotz der Ausschaltung einer ganzen Reihe von Drogenbossen ist es der Regierung bisher nicht gelungen, die massive Gewalt durch die Banden unter Kontrolle zu bekommen.

AFP/raa

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