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Wieder Panne im AKW Fessenheim

Laut der Medienstelle des AKW kam es beim Wiederhochfahren von Reaktor zwei zu einem Vorfall. Die Steuerstäbe wurden offenbar zu weit eingefahren. Die Sicherheit sei nicht beeinträchtigt gewesen.

Soll bis 2017 vom Netz sein: Das umstrittene AKW Fessenheim.
Soll bis 2017 vom Netz sein: Das umstrittene AKW Fessenheim.
Keystone

Das französische Atomkraftwerk Fessenheim am Oberrhein hat erneut eine Panne gemeldet. Wie die Medienstelle des Kraftwerks mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am 28. Mai. Beim Wiederhochfahren des Blocks zwei nach einer kurzen Produktionspause sei festgestellt worden, dass acht der 48 Steuerstäbe in einer «leicht niedrigeren Position» waren als vorgeschrieben, heisst es in einer Mitteilung. Der Vorfall habe die Sicherheit der Anlage unweit der Schweizer und der deutschen Grenze nicht beeinträchtigt.

Die Steuerstäbe dienen den Angaben zufolge dazu, die Leistung des Reaktors zu regulieren – vor allem beim Ab- und Anschalten. Die französische Behörde für Atomaufsicht ASN stufte die Anomalie als «Nichteinhalten der Betriebsvorschriften» und damit auf der Internationalen Skörfallskala Ines mit Niveau eins ein. Die Ines-Skala hat acht Stufen – von null bis sieben.

Frankreichs ältestes AKW

Das direkt am Rheinkanal gelegene AKW Fessenheim ist seit mehr als 34 Jahren in Betrieb. Seine beiden Druckwasserreaktoren sind die ältesten noch in Betrieb befindlichen in Frankreich. Der neu gewählte französische Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf die Schliessung des AKW Fessenheim bis zum Jahr 2017 angekündigt.

Atomkraftgegner auf beiden Seiten des Rheins machen unterdessen zunehmend Druck, um eine rasche Stilllegung des als besonders störanfällig geltenden Atomkraftwerkes zu erreichen. Sie verweisen vor allem auf das Erdbebenrisiko im Rheingraben und die Gefahr einer Überschwemmung bei einem Bruch des Deichs, der das AKW vom Rheinkanal trennt.

(SDA)

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