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Weisser Polizist wegen Mordes verhaftet

Roy Oliver hatte im April auf Jugendliche geschossen und dabei einen 15-Jährigen getötet. Ihm droht nun eine lebenslange Haft.

Ihm wird nun der Prozess gemacht: Polizist Roy Oliver schoss auf einen schwarzen Jugendlichen.
Ihm wird nun der Prozess gemacht: Polizist Roy Oliver schoss auf einen schwarzen Jugendlichen.
Parker County Sheriff's Office, Keystone
Das Opfer: Jordan Edwards (l.) auf einem undatierten Foto mit seinem Vater Odell.
Das Opfer: Jordan Edwards (l.) auf einem undatierten Foto mit seinem Vater Odell.
Courtesy of Lee Merritt/Edwards family, Keystone
Die Trauer bei Angehörigen und Freunden, wie hier bei Fajor Ahmed, ist gross. (4. Mai 2017)
Die Trauer bei Angehörigen und Freunden, wie hier bei Fajor Ahmed, ist gross. (4. Mai 2017)
Tony Gutierrez, Keystone
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Das Sheriffbüro von Dallas County stellte am Freitag einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den Polizeibeamten Roy Oliver aus. Der weisse Polizist hatte Ende April mehrere Schüsse in ein mit Jugendlichen besetztes Auto abgefeuert und dabei den 15-jährigen Jordan Edwards tödlich verletzt.

Oliver stellte sich nach Erlassen des Haftbefehls der Polizei. Gegen eine Kaution von 300'000 Dollar wurde er wieder frei gelassen.

Was war geschehen?

Laut der «Dallas Morning News» waren der Polizist und ein Kollege nach einem Hinweis im Einsatz, dass Jugendliche unerlaubt Alkohol tranken.

Unterdessen waren Jordan und vier Freunde in ihr Auto gestiegen, nachdem in der Nähe Schüsse zu hören waren. Oliver richtete dann sein Gewehr auf den Wagen, schoss und traf Jordan Edwards in den Kopf.

Im Falle einer Verurteilung droht dem Polizisten eine lebenslange Gefängnisstrafe. Seinen Job als Polizist ist er bereits los.

Falsche Angaben gemacht

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte die Polizeibehörde zunächst erklärt, Oliver habe geschossen, weil das Auto im Rückwärtsgang auf ihn zufuhr. Auswertungen von Körperkameras ergaben dem Bericht zufolge dann jedoch, dass das Auto von Oliver weg fuhr, als er die tödlichen Schüsse abfeuerte.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze hatten in den vergangenen Jahren in den USA wiederholt für Empörung und Aufruhr vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt.

AFP/roy

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