Zum Hauptinhalt springen

Vier Schweizer sterben im Ausland – Lynchjustiz verhindert

Nachdem in Ägypten die Leichen von zwei Schweizern auftauchten, werden weitere Todesfälle im Ausland bekannt: Ein 66-Jähriger wurde in Santo Domingo erschossen, ein 78-Jähriger starb in Mallorca.

Hier soll die Tat passiert sein: Das Lokal Red Grill in Santo Domingo. (Bild: Twitter/Francisco Camacho)
Hier soll die Tat passiert sein: Das Lokal Red Grill in Santo Domingo. (Bild: Twitter/Francisco Camacho)

Ein 66 Jahre alter Schweizer ist nach Angaben lokaler Medien am Donnerstag (Ortszeit) in der Dominikanischen Republik bei einem Raubüberfall getötet geworden. Wie die Tageszeitung «El Dia» berichtete, wurde er nach Verlassen eines Restaurants im Zentrum der Hauptstadt Santo Domingo von drei Tätern niedergeschossen. Das Schweizerische Aussendepartement EDA hat den Vorfall auf Nachfrage von Redaktion Tamedia bestätigt.

Der Mann sei beim Eintreffen ins Spital seinen schweren Schussverletzungen in Bauch und Rücken erlegen. Die Frau und der achtjährige Sohn des Schweizers blieben unverletzt. Zwei Verdächtige im Alter von 21 und 26 Jahren wurden unmittelbar nach der Tat festgenommen.

Die Polizei in Santo Domingo bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda den Überfall, wollte sich aber nicht zum Stand der Ermittlungen äussern. Nach lokalen Medienberichten hatte der Schweizer wenige Minuten vor dem Besuch des Restaurants Red Grill in der Avenida Lopez de Vega an einem Geldautomaten eine grössere Summe Bargeld abgehoben. Die mutmasslichen Täter hätten den Mann gezielt verfolgt.

Lynchjustiz verhindert

Augenzeugen berichteten, dass der Schweizer versucht hatte sich gegen den Überfall zu wehren. Daraufhin hätten die Täter die Schüsse abgegeben. Die aufgebrachten Besucher des Restaurants hatten nach Angaben der Tageszeitung «El Nacional» anschliessend versucht, die Täter zu lynchen.

Die eintreffende Polizei konnte dies allerdings durch den schnellen Zugriff verhindern. Der dritte Täter ist mit der Beute und der Tatwaffe auf der Flucht.

Räuber töten 77-jährigen Rentner

Schon am 27. Dezember soll auf Mallorca bei Pollença zudem ein 77-jähriger Rentner getötet worden sein. Der Mann sei an den Folgen eines Überfalls gestorben, berichtet die Zeitung «Mallorca Magazin». Zwei Räuber seien in das Haus eingedrungen, in dem der Schweizer mit seiner Frau wohnte, und hätten den Mann geschlagen, um ihn zur Herausgabe von Geld zu bringen. Nach Angaben der Polizei verliessen die Diebe das Haus jedoch unverrichteter Dinge. Die Ehefrau des Mannes wurde beim Überfall leicht verletzt.

Der Rentner, der an einer Herzschwäche litt, wurde mit schweren Verletzungen an Kopf und Oberkörper ins Krankenhaus gebracht. Vier Tage nach dem Überfall erlitt er einen Herzstillstand.

Erste Verhaftungen in Hurghada

Im ägyptischen Badeort Hurghada sind schon gestern zwei Schweizer Staatsbürger ermordet aufgefunden worden. Die Leichen seien im Garten der Villa vergraben gewesen, in der das Paar gewohnt hatte, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Ersten Ermittlungen zufolge hat der 25-jährige Wächter des Hauses mit zwei Freunden die beiden Schweizer ermordet, um sie auszurauben. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurde inzwischen ein zweiter Mann festgenommen. Es soll sich um den Koch handeln.

SDA/fko

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch