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Vier Kältetote in Europa

Die Kälte hat weite Teile Europas fest im Griff. Russland erlebt den härtesten Winter seit 20 Jahren, in Polen und Serbien sind bereits vier Menschen erfroren.

Bis zu 40 Zentimeter Schnee: Fussgänger auf den Strassen von Zagreb. (8. Dezember 2012)
Bis zu 40 Zentimeter Schnee: Fussgänger auf den Strassen von Zagreb. (8. Dezember 2012)
Keystone

Mit reichlich Schnee und eisigen Temperaturen hat der Winter in Europa Einzug gehalten. In Russland sprachen Behörden von dem härtesten Winter seit 20 Jahren. Für Sonntag sagten Meteorologen weitere Schneefälle voraus.

In Polen hat die klirrende Kälte seit Freitag drei Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, erfroren im Zentrum und im Osten des Landes insgesamt drei Männer im Alter zwischen 35 und 87 Jahren in der Nähe ihrer Wohnungen.

Die Temperaturen lagen in einigen Regionen unterhalb von 15 Grad Minus. Bereits im Oktober waren bei einem frühen Wintereinbruch in Polen 14 Menschen gestorben. Im vergangenen Winter hatte das Land rund 200 Kältetote registriert. Häufig handelt es sich bei den Opfern um betrunkene Obdachlose.

Im eigenen Haus erfroren

In der nordserbischen Stadt Novi Sad erfror ein etwa 60-jähriger Mann in seinem Haus, wie die Nachrichtenagentur Tanjug unter Berufung auf die Polizei meldete. Die Todesursache sei durch eine Autopsie ermittelt worden. Seit Samstagmorgen schneite es in Serbien ununterbrochen. Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen.

Auch das Nachbarland Kroatien erlebte heftigen Schneefall. In der Hauptstadt Zagreb lag das weisse Nass stellenweise 40 Zentimeter hoch. Viele Strassenbahnen und Busse konnten nicht fahren. Der Flughafen von Zagreb wurde für acht Stunden geschlossen. Für Sonntag rechneten die Meteorologen mit weiterem Schneefall.

Schnee und Eisregen in Moskau

Auch in Moskau fielen nach stundenlangem Schneefall und Eisregen auf den drei internationalen Flughäfen etliche Flüge aus. In der Metropole versuchten am Samstag etwa 7300 Arbeiter, die Wege von Glatteis und sieben Zentimetern Neuschnee zu befreien.

«In diesem härtesten Winter seit 20 Jahren in Russland sind in Moskau bereits mindestens sechs Menschen erfroren», sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums der Agentur Interfax. In Jakutsk im Fernen Osten des Landes wurden minus 29 Grad Celsius gemessen.

Auch in Deutschland fielen die Temperaturen in der Nacht zum Samstag vielerorts auf die kältesten Werte dieses Winters. In Pulheim/Brauweiler bei Köln sank das Thermometer dem Wetterdienst Meteomedia zufolge auf minus 14 Grad. In Sohland in der Oberlausitz meldete der Deutsche Wetterdienst sogar 22,3 Grad unter Null.

SDA/fko

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