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Verseuchtes Trinkwasser in Le Locle – ein Zehntel der Einwohner leidet an Durchfall

Das Trinkwasser des Ortes im Neuenburger Jura ist mit Kolibakterien verseucht. Noch gibt es keine Entwarnung.

Kolibakterien im Trinkwasser: Der Kantonsarzt Claude-Francois Robert informiert an einer Pressekonferenz über die Magen-Darm-Epidemie in Le Locle. (27.7.2015
Kolibakterien im Trinkwasser: Der Kantonsarzt Claude-Francois Robert informiert an einer Pressekonferenz über die Magen-Darm-Epidemie in Le Locle. (27.7.2015
Jean-Christophe Bott, Keystone

In der Region Le Locle im Neuenburger Jura haben sich rund 1000 Personen mit einer Magen-Darm-Krankheit infiziert. Schuld daran ist das mit Kolibakterien verschmutzte Trinkwasser. Noch ist die Ursache dafür unbekannt.

«Das ist vom sanitären Blickwinkel aus gesehen ein ausserordentliches Ereignis», sagte heute der Neuenburger Kantonsarzt Claude-François Robert vor den Medien in Le Locle. Seit Donnerstagabend leidet ein Zehntel der 10'000 Bewohner an Magen-Darm-Infektionen.

Insgesamt mussten 80 Personen in Neuenburger Spitälern behandelt werden. Eine betagte Person befindet sich derzeit noch im Spital. Die Trinkwassertests zeigten ein positives Resultat bei Kolibakterien an. Wo die Fäkalbakterien ins Trinkwassersystem gelangten, konnte noch nicht geklärt werden.

Leitungen werden mit Chlor gereinigt

Die Bevölkerung darf nach wie vor kein Leitungswasser trinken, ohne es abzukochen, sagte der Gemeinderat Miguel Perez. Die Anweisung wird offenbar befolgt – in den Strassen von Le Locle waren am Montag zahlreiche Menschen mit Trinkwasserpackungen unterwegs.

Die Vorsichtsmassnahmen werden bis auf weiteres beibehalten. Ob das Leitungswassernetz nach dem Einsatz von Chlor wieder sauber ist, zeigen laufende Analysen. Deren Ergebnisse werden für Mittwoch oder Donnerstag erwartet.

SDA/ij

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