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US-Behörden zerschlagen Kinderpornografie-Ring

Das US-Justizministerium klagt 72 Mitglieder eines Netzwerks an, das Videos und Fotos hergestellt hat, auf denen Erwachsene Kinder missbrauchen. Der Skandal könnte sich weiter ausweiten.

Den USA ist es in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden gelungen, einen internationalen Kinderpornografie-Ring auszuheben. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, wurden 72 Mitglieder des Netzwerkes angeklagt.

Die Angeklagten seien Mitglieder des pädophilen Onlinenetzwerks «Dreamboard» gewesen. Dort sollen Zehntausende Fotos und Videos gehandelt worden seien, auf denen zu sehen ist, wie Erwachsene Kinder im Alter von zwölf Jahren und jünger missbrauchen.

Preissystem als Anreiz

Zugang zum Portal gab es nur für Mitglieder. Nach den Schilderungen des Ministeriums wurden die Mitglieder angespornt, möglichst viel und möglichst «drastisches» Material zu liefern. Als Belohnung dafür habe dann nach einer Art Preissystem erweiterter Zugang zur Porno-«Bibliothek» gewunken. In vielen Fällen hätten die Mitglieder das Material selbst produziert - und mit sich selbst als «Akteur».

52 der 72 Angeklagten wurden der Mitteilung zufolge inzwischen in den USA und in Übersee festgenommen, vier bereits zu Gefängnisstrafen zwischen 20 und 30 Jahren verurteilt. Im Ausland seien mehr als 500 Menschen ins Visier genommen worden.

(SDA)

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