US-Beamte sollen unbegleitete Minderjährige missbraucht haben

Gegen zwei Sozialarbeiter in Unterkünften für minderjährige Einwanderer wurde Anklage wegen sexuellen Missbrauchs erhoben.

Das von Melania Trump besuchte Southwest Key Lager in Phoenix, Arizona. (Archiv)

Das von Melania Trump besuchte Southwest Key Lager in Phoenix, Arizona. (Archiv)

(Bild: Keystone Carolyn Kaster)

Ein Mitarbeiter eines US-Lagers für minderjährige Einwanderer ist wegen mutmasslichen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt worden. Gerichtsunterlagen zufolge soll der 25-jährige Mann zwischen August 2016 und Juli 2017 in elf Fällen Jungen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren sexuell missbraucht haben. Demnach arbeitete der HIV-positive Mann als Jugendsozialarbeiter in einem Lager in Mesa im Bundesstaat Arizona. Bei den Opfern handele es sich um unbegleitete Minderjährige.

Am Dienstag wurde ein weiterer Sozialarbeiter in einer Unterkunft in Phoenix, Arizona, verhaftet. Gemäss einem Bericht der «New York Times» soll der 32-Jährige ein 14-jähriges Mädchen geküsst und begrapscht haben. Beide Vorfälle ereigneten sich in Lagern des Southwest Key Programms.

Die Anklage fällt in eine Zeit heftiger Debatten um die Inhaftierung minderjähriger Einwanderer. Die Behörden hatten in den vergangenen Monaten Migranten systematisch von ihren Kindern getrennt und die Kinder in separaten Lagern untergebracht. Nach einer Welle der Empörung stoppte Präsident Donald Trump die Familientrennungen im Juni. Dennoch sind viele Familien bis heute nicht wieder vereint.

sep/AFP

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