Unerwarteter Streik legt EuroAirport lahm

Mitarbeiter der Flugsicherung sind am Dienstagabend überraschend nicht zum Dienst angetreten. Zahlreiche Flüge fielen aus, 800 Passagiere sind in Basel gestrandet.

Aussenaufnahme auf der Schweizer Seite des Flughafens Euro-Airport. (Archiv)

Aussenaufnahme auf der Schweizer Seite des Flughafens Euro-Airport. (Archiv)

(Bild: Keystone Georgios Kefalas)

Ein unerwarteter Fluglotsen-Streik am Flughafen Basel-Mülhausen hat am Dienstagabend den Flugverkehr stark beeinträchtigt. 25 ankommende Flüge und 12 Abflüge wurden annulliert.

Insgesamt waren laut einem Communiqué des EuroAirport von Mittwoch nach Mitternacht rund 3700 Passagiere betroffen. 2900 Passagiere konnten am Dienstagabend nicht mehr nach Basel fliegen; einige Flüge wurden zudem umgeleitet, etwa nach Zürich oder Stuttgart, wie beim EuroAirport zu erfahren war.

Für die rund 800 am Flughafen Basel-Mülhausen gestrandeten Passagiere besorgten Swissport respektive die Fluggesellschaften Unterkünfte in der Umgebung. Das habe gut geklappt, sagte eine Flughafensprecherin am Mittwoch. Der EuroAiport habe selber einige hundert Notbetten für Krisensituationen, aber diese kämen nur in echten Notfällen zum Einsatz.

Streiks müssten angemeldet werden

Auch am Mittwochmorgen nach Ende der - für einmal ausnahmslosen - Nachtsperre um 5.00 Uhr am Mittwochmorgen - fiel noch rund ein halbes Dutzend Abflüge aus; nicht gelandete Maschinen fehlten. Seit Mittwoch 8.00 Uhr kann der Flugverkehr auf dem binationalen Flughafen vor Basel wieder normal abgewickelt werden. Der «Dominoeffekt» der Ausfälle und Umleitungen dürfte laut EuroAirport indes noch einige Zeit nachwirken.

Laut der Sprecherin ist in Frankreich, dessen Behörden für den Flugbetrieb und somit auch die Flugsicherung verantwortlich sind, eigentlich vorgeschrieben, dass Streiks 48 Stunden im Voraus angekündigt werden müssen. Am Dienstag jedoch seien zum Schichtwechsel um 20 Uhr einige Lotsen einfach nicht angetreten. Am Mittwochmorgen habe man wieder Normalbestand gehabt.

Zum Hintergrund des Streiks und den Beweggründen der Streikenden konnte die Sprecherin nichts sagen. Vielleicht sei die Flugsicherungsbehörde DGAC von einem anderen Streik öffentlicher Dienste erfasst worden. Auf der DGAC-Homepage war dazu keine Information auffindbar.

nag/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt