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Unbekannte Drohne überfliegt Elysée-Palast in Paris

Nach verschiedenen Atomkraftwerken wurde nun auch der Elysée-Palast von einer unbekannten Drohne ausgespäht. Die Polizei konnte sie bisher niemandem zuordnen.

Unbemannter Spähtrupp: Drohnen können zum Ausspähen sensibler Objekte eingesetzt werden. (15. August 2009)
Unbemannter Spähtrupp: Drohnen können zum Ausspähen sensibler Objekte eingesetzt werden. (15. August 2009)
Reuters

Trotz der höchsten Terrorwarnstufe in Paris hat eine Drohne unbekannter Herkunft den Präsidentenpalast in der französischen Hauptstadt überflogen. Das Fluggerät habe den Elysée-Palast in der Nacht von Donnerstag auf Freitag «einige Sekunden lang» überflogen, teilte die Präsidentschaft am Dienstag mit.

Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Ein terroristischer Hintergrund wird laut französischen Medienberichten jedoch ausgeschlossen.

Kurzer Überflug

Die Polizei am Elysée-Palast habe die Drohne sofort entdeckt, hiess es am Sitz von Staatschef François Hollande weiter. Die Drohne habe sich dann auch «umgehend vom Elysée entfernt». Der Überflug ereignete sich rund eine Woche nach der Anschlagsserie im Grossraum Paris mit 17 Toten.

Nach einem Bericht des Fernsehsenders i-Télé soll die Drohne vom Innenministerium in der Nähe des Elysée-Palastes kommend über den Präsidentensitz in Richtung Place de la Concorde geflogen sein:

Das Fluggerät, das zu klein gewesen sei, um etwa Sprengstoff transportieren zu können, möglicherweise aber eine Kamera, sei bisher nicht gefunden worden.

Anonyme Drohnen spähten bereits Atomkraftwerke aus

In Frankreich hatte es im Herbst eine ganze Serie von Drohnen-Flügen über Atomkraftwerken gegeben. Bisher konnten die Urheber nicht ausfindig gemacht werden. Atomkraftgegner hatten in dem Zusammenhang jedoch auch vor dem Risiko der Vorbereitung eines terroristischen Angriffs auf eine Atomanlage gewarnt.

SDA/pst

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