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Traumwetter lockt Tausende in die Berge

Zehntausende Schneesportler sind am Samstag wegen des Bilderbuchwetters in die Höhe gefahren. Das hat sich auch auf die Strasse ausgewirkt.

Blauer Himmel: Zwei Personen machen einen Spaziergang im Schnee oberhalb von Amden SG.
Blauer Himmel: Zwei Personen machen einen Spaziergang im Schnee oberhalb von Amden SG.
Walter Bieri, Keystone
Auch in Unterland lädt das schöne Wetter zum Verweilen im Freien: Sonnenhungrige auf der Kleinen Schanze in Bern.
Auch in Unterland lädt das schöne Wetter zum Verweilen im Freien: Sonnenhungrige auf der Kleinen Schanze in Bern.
Lukas Lehmann, Keystone
Das schöne Wetter und die Lust am Skifahren führt vor allem Samstag zu Staus auf den Autostrassen, wie hier bei Schönbühl BE.
Das schöne Wetter und die Lust am Skifahren führt vor allem Samstag zu Staus auf den Autostrassen, wie hier bei Schönbühl BE.
Leserreporter 20 Minuten
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«Das war sicher eines der besseren Wochenenden der Saison», sagte Matthias In-Albon am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Man könne von einem eigentlichen «Wintermärchenwochenende» sprechen, meinte der Geschäftsführer der Bergbahnen in Gstaad BE. Dank der fünf Zentimeter Neuschnee vom Freitag seien Berge und Bäume weiss eingezuckert gewesen.

Am Samstag seien über 13'000 Skitickets für die Region Gstaad im Berner Oberland verkauft worden. Für den Sonntag ging In-Albon von einem Verkauf von mehr als 10'000 Tickets aus. Für Sonntag sei das Wetter schlechter vorausgesagt worden, als es dann wirklich ausfiel, sagte er. Das habe einige Unterländer vom Skifahren abgehalten. Die Webcams anderer Skigebiete zeigten am Sonntagnachmittag jedoch teilweise oder mehrheitlich bewölkten Himmel – so etwa in den Bündner Skigebieten Laax und Davos-Klosters oder in Engelberg OW. Auch in den Walliser Gebieten Verbier oder Crans-Montana machten die Wolken zumindest den Schönwetterfahrern unter den Schneesportlern einen Strich durch die Rechnung.

«Alles fährt Ski»

Das Wintersportfieber wirkte sich am Samstag auf den Verkehr aus: Die Autos stauten sich auf dem Weg in die Skigebiete und zurück. Tags darauf blieb die Verkehrssituation im Vergleich zum Vortag bis in den Nachmittag hinein entspannt. Erst gegen Abend begann der Verkehr auf dem Weg ins Flachland zu stocken, so etwa auf der A13 zwischen Chur und Sargans oder auf der A9 zwischen Martigny und Vevey.

«Alle gehen Ski fahren», erklärte Marco Di Lascio, Redaktor beim Verkehrsdienst Viasuisse, am frühen Samstagnachmittag das hohe Verkehrsaufkommen auf Schweizer Strassen. «Wir sehen auf unseren Kameras überall Skiträger auf den Autodächern.» Die Berner würden nach Kandersteg und Frutigen fahren, die Romands ins Wallis zum Skifahren; das sei gut zu sehen.

Staus am Samstag

Bereits für die Autobahnen im Flachland meldete Viasuisse kurz nach Samstagmittag lange Staus. Zusätzlich stockte der Verkehr wegen mehrerer Unfälle, so auf dem Autobahnring rund um Bern.

Auch am frühen Samstagabend – nach Betriebsschluss in den Skigebieten – stockte der Verkehr auf der A1 an mehreren Orten, darunter im Grossraum Zürich und im Grossraum Bern. Auch auf der A9 vom Wallis in Richtung Genferseebogen gab es am Abend Staus, wie die vom TCS publizierten Verkehrslage von Viasuisse zeigte.

Solider Kunstschnee

Den Zustand der Skipisten beschrieb der Geschäftsführer der Bergbahnen in Gstaad am Sonntag trotz der geringen Schneemenge als «gut bis sehr gut». Ein früherer Abbruch der Saison sei momentan kein Thema, bis Ende März sei Vollbetrieb vorgesehen. Der Kunstschnee, der die Grundlage und einen grossen Teil des Schnees auf der Pisten bilde, sei zudem resistenter gegen Wärme und Regen.

Auch ein Sprecher der Destination Davos-Klosters sagte auf Anfrage, eine frühere Schliessung des Skigebiets wegen des warmen Wetters sei derzeit «sicher kein Thema». Die Bergbahnen hätten mit dem Kunstschnee einen guten Job gemacht. Sie hätten bereits im Herbst mit künstlicher Beschneiung begonnen. Kunstschnee halte länger als der natürliche Schnee. Bei den Loipen und Eisfeldern müsse man hingegen prüfen, wie sich die Situation entwickle. «Noch sind die Verhältnisse sehr gut».

(SDA)

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