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Trägerrakete mit Satelliten an Bord in Sibirien abgestürzt

Die russische Raumfahrt hat erneut eine schwere Panne zu verzeichnen: Nach dem Start in Baikonur ist eine Rakete des Typs Proton M abgestürzt.

Eine Rakete des Typs Proton M beim Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. (Archivbild AP)
Eine Rakete des Typs Proton M beim Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur. (Archivbild AP)

Gut drei Wochen nach dem Kontrollverlust über einen Weltraumfrachter muss Russlands Weltraumbehörde einen neuen Rückschlag mit einem ihrer Fluggeräte verkraften. Wie Roskosmos mitteilte, trat kurz nach dem Start einer Trägerrakete mit einem mexikanischen Satelliten vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur eine «Notfallsituation» ein. Der Kommunikationssatellit «MexSat-1» wurde dabei zerstört. Bis die genaue Ursache des Unglücks gefunden ist, setzt Roskosmos laut Angaben aus der Behörde alle Starts der Rakete vom Typ «Proton-M» aus.

Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete, die Rakete habe etwa eine Minute nach dem Start am Morgen den Kontakt zur Bodenkontrolle verloren. «MexSat-1» sollte sich in diesem Moment eigentlich von der dritten Raketenstufe trennen, was jedoch misslang. «Der mexikanische Satellit ist verloren, bis der Grund dafür gefunden ist, bleiben alle Raketen vom Typ 'Proton' am Boden», zitierte die Agentur einen Roskosmos-Mitarbeiter.

Probleme an der ISS

Der Verlust des mexikanischen Satelliten ereignete sich nur Stunden nachdem es an der Internationalen Raumstation ISS selbst Probleme mit einem «Progress»-Weltraumfrachter gegeben hatte. Nach Angaben von Roskosmos zündete das Triebwerk eines an die ISS angedockten Frachters aus ungeklärter Ursache nicht zum geplanten Zeitpunkt. RIA Nowosti berichtete unter Berufung auf einen Roskosmos-Mitarbeiter, ein neuer Versuch sei für Montag geplant, sollten sich bei der Untersuchung des Vorfalls keine «ernsten Probleme» ergeben.

Erst Ende April hatte Roskosmos kurz nach dem Start eines «Progress»-Frachters in Richtung ISS den Kontakt zu dem unbemannten Fluggerät verloren. Der vom Kurs abgekommene Frachter verglühte anschliessend am 8. Mai in der Erdumlaufbahn. Durch den Vorfall verschiebt sich die für Freitag geplante Rückreise von drei Besatzungsmitgliedern der ISS zur Erde um etwa einen Monat.

(AP)

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