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Tornado wütet in den USA – 51 Tote

Ein verheerender Tornado hat im US-Bundesstaat Oklahoma mindestens 51 Menschen in den Tod gerissen – darunter mindestens sieben Kinder. Hunderte Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Über zwei Dutzend Tornados gemeldet: Vier Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA sind betroffen. (Video: Reuters)

Ein schwerer Tornado bei Oklahoma City hat nach ersten Angaben der US-Behörden mindestens 51 Tote gefordert. Die Zahl der Verletzten war noch Stunden nach der Katastrophe völlig unklar. «Es ist schwer zu glauben, dass so etwas geschehen kann», sagte Mary Fallin, die Gouverneurin des Staates, am Montagabend (Ortszeit).

In einer Vorstadt von Oklahoma City wurde eine Grundschule dem Erdboden gleichgemacht. Rettungskräfte suchten mit blossen Händen nach Überlebenden.

Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen, da möglicherweise unter den Trümmern der Schule weitere Leichen eingeschlossen seien, berichtet der TV-Sender CNN. Die Zahl der 51 Toten hätten Gerichtsmediziner bestätigt. Unter den Toten seien mindestens sieben Kinder, die unter den Trümmern der Schule starben.

Schule völlig zerstört

Die Plaza Tower Elementary School in der Vorstadt Moore sei völlig zerstört worden, berichteten US-Medien. Ersten Informationen zufolge konnten zahlreiche Kinder gerettet werden. Auch ein Spital wurde schwer beschädigt.

Fallin betonte, die abschliessende Zahl der Opfer sei noch unklar. Die Rettungsmannschaften würden die ganze Nacht durcharbeiten. Sie versuchten, mit Spürhunden Überlebende ausfindig zu machen.

Schneise der Verwüstung

Der Wirbelsturm war mit unvorstellbarer Wucht auf die 55'000-Einwohner-Stadt Moore getroffen. Die Windgeschwindigkeiten könnten laut Wetterdienst bei bis zu 320 Stundenkilometern gelegen haben.

Der Tornado hinterliess ausserhalb von Oklahoma City eine mehr als drei Kilometer breite Schneise der Verwüstung. «Hunderte Häuser sind dem Boden gleichgemacht worden», berichtete ein CNN-Reporter vor Ort. Andere sprachen von «apokalyptischen Szenen».

Obama verspricht Hilfe

Präsident Barack Obama versprach Unterstützung aus Washington. Die Bundesregierung werde alle nötige Hilfe leisten, sagte Obama Fallin nach Angaben des Weissen Hauses in einem Telefongespräch zu.

Die Katastrophenschutzbehörde Fema habe ein erstes Hilfsteam geschickt, um die Behörden in Oklahoma zu unterstützen. Zusätzliches Personal und Hilfsmittel stünden bereit.

Selbst erfahrene Retter äussersten sich schockiert über das Ausmass der Zerstörung. «Es ist absolut furchtbar», meinte ein Rote-Kreuz-Helfer. Das Rote Kreuz richte unter anderem in Kirchen Notlager für Obdachlose ein.

«Wir fühlten den Tornado kommen, da sind wir in den Keller gegangen», berichtet eine Überlebende CNN. «Viele Häuser waren danach einfach verschwunden, Autos waren umgestürzt.»

Extrem kurze Vorwarnzeit

Zwar hatten Meteorologen weitere Unwetter für den Montag vorausgesagt. Aber es habe lediglich eine extrem kurze Vorwarnzeit von wenigen Minuten vor dem Durchzug des Tornados gegeben, hiess es. Daher hätten sich nicht alle Bewohner in Sicherheit bringen können.

Bereits am Sonntag hatte eine ganze Serie von Tornados im Mittleren Westen der USA mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 20 Menschen wurden nach Medienberichten verletzt. Auch dabei waren Oklahoma und Kansas am stärksten betroffen.

SDA/fko

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