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Tom Hanks lästert über «Wetten, dass...?»

Übersetzungsprobleme, Sackhüpfen und drei Stunden Dauer: Der Hollywoodstar empfand die Fernsehshow als Qual. Nun erteilt er Markus Lanz und seinen Produzenten die Quittung dafür.

mw
«Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist!»: Tom Hanks (rechts) muss Markus Lanz beim Sackhüpfen zuschauen. (3. November 2012)
«Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist!»: Tom Hanks (rechts) muss Markus Lanz beim Sackhüpfen zuschauen. (3. November 2012)
Keystone
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Noch nie vor «Wetten, dass..?» habe er sich gewünscht, dass etwas schneller vorbei gehe als der Wahlkampf in den USA, sagte der amerikanische Schauspieler Tom Hanks nach seinem Auftritt in der ZDF-Samstagabendshow dem Radio Berlin-Brandenburg. Hanks hatte die drei Stunden auf dem Sofa des neuen Moderators Markus Lanz offensichtlich nicht genossen.

Vermutlich sehr zum Leidwesen der Produzenten der Show hat Hanks seine Kritik an der Sendung gleich in diversen deutschen Medien ausgebreitet. Der Hollywoodstar weilt nämlich zur Europapremiere seines neuen Films «Cloud Atlas» in Berlin und absolvierte gestern gemeinsam mit Co-Star Halle Berry zahlreiche Interviewtermine.

«In den USA würden die Verantwortlichen gefeuert»

Anstoss nahm Hanks insbesondere an der Dauer der Sendung. «Wenn in Amerika eine Show drei Stunden lang läuft, werden die Verantwortlichen gefeuert. Sie würden nie mehr Arbeit finden», sagte der Schauspieler gegenüber der Boulevardzeitung «Bild». Der Interviewer fragte ihn daraufhin, ob er während der Sendung mal gedacht habe: «Lieber Gott, hol mich hier heraus.» Hanks Antwort lautete: «Ungefähr zwei Stunden und 45 Minuten lang! Ich weiss gar nicht genau, was wir da gemacht haben!»

Auch für die 46-jährige Berry war der Auftritt offenbar kein Genuss. Sie sagte gegenüber der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung»: «Ich war völlig durcheinander.» Die Übersetzung sei nicht die allerbeste gewesen, ausserdem habe ihr Kopfhörer nicht richtig im Ohr gesteckt. «Ich habe überhaupt nicht alles verstanden», klagte sie.

«Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist!»

Hanks sagte dem Blatt: «Ich war vor ein paar Jahren schon mal in dieser Show, damals mit Leonardo DiCaprio. Ich habe die Show damals nicht verstanden, und ich verstehe sie heute noch weniger.»

Von «Bild» gefragt, ob er einen Rat für Markus Lanz habe, sagte Hanks: «Nein, ich glaube, es gibt bei ‹Wetten, dass..?› einfach keine Regeln. Er sollte vielleicht fliegende Jo-Jos vermeiden.»

Neben Jo-Jos musste Hanks auch Sackhüpfen ertragen. An einer Stelle der am Samstagabend ausgestrahlten ZDF-Sendung habe er «mit einer Katzenmütze auf dem Kopf» dagestanden und «zugeguckt, wie der Moderator in einem Sack um mich rumhüpft», beklagte sich Hanks in der Sendung des Radios Berlin-Brandenburg. «Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist!», fügte er ironisch hinzu.

Hohe Einschaltquote

Auch wenn die Stars nicht zufrieden waren: Moderator Markus Lanz hat auch bei seiner zweiten «Wetten, dass..?»-Ausgabe eine sehr gute Quote eingefahren. Im Schnitt 10,74 Millionen Zuschauer schalteten bei der ZDF-Show aus Bremen am Samstagabend ein, wie der Sender am Sonntag mitteilte. Das entsprach einem Marktanteil in Deutschland von 33,6 Prozent.

Lanz hatte weniger Gäste als in der ersten Sendung präsentiert, dennoch aber um knappe 30 Minuten überzogen.

(dapd/AFP)

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