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«That One» wird zum Kassenschlager

John McCains «Der da!»–Ausrutscher beim zweiten TV-Duell nutzt das Lager von Barack Obama für die eigene Wahlkampagne. T-Shirts mit dem verächtlichen Spruch sind bereits ausverkauft.

McCain referierte gerade über alternative Energien, als er sich zu einer groben Unhöflichkeit hinreissen liess: «Übrigens, meine Freunde, es gab da eine Energie-Gesetzesvorlage im Parlament mit Milliardensummen für die Ölkonzerne, und gesponsert haben das Bush und Cheney. Und wissen Sie, wer dafür gestimmt hat? Sie werden nicht darauf kommen. Der da!» Mit dem Zeigefinger wies er – fast verächtlich – auf Obama, ohne diesen jedoch anzuschauen.

63,2 Millionen Fernsehzuschauer haben in den USA die viel diskutierte Szene zwischen den Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama gesehen. «Der da» klingt in den USA so, als sage Angela Merkel im Duell mit Frank-Walter Steinmeier: «Der Typ da.» So übersetzt «Welt Online» den Ausrutscher in hiesige Kulturverhältnisse. Dabei sind in der amerikanischen Politik strenge Höflichkeitsregeln üblich. Beleidigende Zwischenrufe in einer Debatte sind absolut tabu.

Das Obama-Lager hat schnell auf die Entgleisung McCains reagiert und bieten bereits T-Shirts mit verschiedenen Motiven des jetzt schon legendären Spruchs an. Eine Auswahl: «That one for president», «I'm voting for that one» oder «This one is voting for that one». Auf thatone08.com sind 30 Stunden nach dem TV-Duell die ersten frisch bedruckten T-Shirts schon wieder ausverkauft.

Das dritte und letzte TV-Duell zwischen Obama und McCain ist für den 15. Oktober angesetzt.

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