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Tessiner Gemeindepräsident bleibt in Haft

Die gestrige Verhaftung von Ludwig G. war rechtens. Der Tessiner Gemeindepräsident muss für mindestens fünf Wochen in Untersuchungshaft bleiben. Die Liste der Anschuldigungen ist lang.

Hat er krumme Geschäfte gedreht? Ludwig G.steht auf der Brücke der A2-Autobahn in Bissone, wo neben der Zuglinie Schutzwälle gegen Lärm montiert worden sind. (11. Juli 2012)
Hat er krumme Geschäfte gedreht? Ludwig G.steht auf der Brücke der A2-Autobahn in Bissone, wo neben der Zuglinie Schutzwälle gegen Lärm montiert worden sind. (11. Juli 2012)
Keystone

Ein Richter bestätigte heute die am Vortag erfolgte Festnahme des Tessiner Gemeindepräsidenten als gerechtfertigt. Laut der Tessiner Staatsanwaltschaft muss Ludwig G. mindestens fünf Wochen in Untersuchungshaft bleiben.

G., welcher der Partei «Nuova Bissone» angehört, werden Erpressung, Verleumdung, falsche Anschuldigungen, Nötigung, Amtsmissbrauch, passive Bestechung und ungetreue Amtsführung vorgeworfen. Der Mann wird verdächtigt, sich unter Ausnützung seiner Position illegal bereichert zu haben. Weitere Details wollen die Behörden vorderhand nicht bekannt geben.

Politische Gegner fühlten sich übergangen

Ludwig G. ist seit 2004 Gemeindepräsident von Bissone. Einen Namen machte er sich im Südkanton vor allem durch seinen Widerstand gegen die inzwischen gebauten Lärmschutzwände entlang der Autobahn A2. Die Gemeinde Bissone liegt am östlichen Ende des Dammes von Melide, über den die A2 führt.

Für Aufruhr sorgte G. nach den letzten Kommunalwahlen mit einem vorläufigen Kündigungsschreiben für mehrere Gemeindemitarbeiter. Wegen fehlender Rechtsgrundlagen wurde die Angelegenheit aber rückgängig gemacht.

Zuletzt häuften sich Meldungen über Proteste innerhalb des Gemeinderats von Bissone. Politische Gegner von G. kritisierten, bei gewissen Entscheidungen übergangen worden zu sein.

SDA/wid

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