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Tausende Schüler demonstrieren gegen Kohlemine

In Australien will eine indische Firma Kohle fördern. Jugendliche protestieren – und der Premier feindet sich mit ihnen an.

Demo statt Klassenzimmer: Schüler protestieren in Sydney gegen die Politik der Regierung. (8. Dezember 2018)
Demo statt Klassenzimmer: Schüler protestieren in Sydney gegen die Politik der Regierung. (8. Dezember 2018)
Chris Pavlich/EPA, Keystone
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Angeführt von Schülern sind am Samstag tausende Australier gegen den Bau einer Kohlemine im Bundesstaat Queensland auf die Strasse gegangen. Die Demonstranten riefen Regierung und Opposition auf, das Projekt einer indischen Firma im Nordosten des Landes zu stoppen.

Wie im vergangenen Monat hatten Schüler zu den Protesten in den grossen Städten Australiens aufgerufen. «Wir nehmen eine Position ein, die unsere Führer aus Angst nicht selbst einnehmen», sagte die 14-jährige Jean Hinchcliffe bei einer Kundgebung. Sie werde für eine «bessere Zukunft» weiterkämpfen, sagte sie.

«Politiker von morgen»

«Die Führer Australiens müssen zu handeln beginnen», sagte der 12-jährige Sammy Lightfoot der Nachrichtenagentur AFP. «Schüler sind die kommende Generation Australiens.» Sie seien zudem die Politiker von morgen und sollten deshalb «die stärkste Stimme» und «am meisten zu sagen» haben.

Die indische Firma Adani hatte unlängst betont, trotz der Kritik an der Kohlemine festzuhalten. Allerdings soll die Mine nun deutlich kleiner werden als ursprünglich geplant. Die Arbeiten könnten innerhalb der nächsten Wochen beginnen.

Bereits Ende November hatten tausende Schüler landesweit für mehr Klimaschutz demonstriert und dafür den Unterricht geschwänzt. Australiens Premierminister Scott Morrison hatte sich mit seiner Mahnung, die Schüler gehörten in ihre Klassenzimmer, den Unmut der Demonstranten zugezogen.

(SDA)

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