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Stier durchsticht Herz von spanischem Torero

In Spanien ist erstmals in diesem Jahrhundert ein Torero in der Arena von einem Stier getötet worden. Stierkampfgegner feiern im Internet Bulle Lorenzo.

Gegner reden von Berufsrisiko und Karma: Kollegen versuchen vergebens in der Arena von Teruel im spanischen Aragon den Torero Victor Barrio (r.) zu retten. (9. Juli 2016)
Gegner reden von Berufsrisiko und Karma: Kollegen versuchen vergebens in der Arena von Teruel im spanischen Aragon den Torero Victor Barrio (r.) zu retten. (9. Juli 2016)
Antonio Garcia/Epa, Keystone

Torero Víctor Barrio wurde am Samstag in Teruel im Osten des Landes vom Horn eines Stiers im Brustbereich getroffen. Vor den entsetzten Augen der Zuschauer wurde der 29-Jährige von dem mehr als 500 Kilogramm schweren Stier Lorenzo aufgespiesst und zu Boden geworfen, bevor Kollegen das Tier ablenken und weglocken konnten.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, durchstach der Kampfstier das Herz des Toreros. Der Stierkämpfer sei praktisch leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Gegner feiern den Bullen

Auf Internetplattformen wie Twitter bedauern wenige den Tod des Toreros. Stierkampfgegner bezeichnen das Unglück als «Berufsrisiko» oder als «Karma», andere gratulieren dem Stier namens Lorenzo zu seiner Gegenwehr mit Worten wie «Gut gemacht!».

«Gratulation an den Bullen! Wie altertümlich ist dieser schreckliche Sport?!?!?», so ein Twitter-User. (Twitter/Dave Powell)

«Du hättest zuerst gedemütigt, dann getötet werden sollen um eine blutrünstige Menge zu vergnügen. Du hast ‹Nein› gesagt.» (Twitter/Mr Hepzn)

Einige fürchten sich nun um das Leben von Lorenzo, so auch Twitter-Userin Anna Van Densky: «Victor Barrio ist tot. Doch was passiert mit dem Bullen. Wird er am Leben bleiben? Er ist majestätisch!»

Zuletzt waren in den Jahren 1984 und 1985 zwei Toreros in spanischen Arenen von Kampfstieren getötet worden. Im Jahr 1992 kamen zwei Banderilleros (Gehilfen von Toreros) bei Stierkämpfen in Spanien zu Tode. Barrio galt als grosses Talent. Sein Stierkampf-Debüt gab er 2008, seitdem trat er in allen Arenen des Landes auf.

sda/afp/foa

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