Zum Hauptinhalt springen

Stalins Tochter ist tot

Die einzige Tochter des früheren sowjetischen Diktators Josef Stalin ist im Alter von 85 Jahren gestorben. In den 60er Jahren hatte sie sich mit einem Trick in die USA abgesetzt.

Hiess früher noch Swetlana Allilujewa: Lana als Kind mit ihrem Vater. (undatierte Aufnahme)
Hiess früher noch Swetlana Allilujewa: Lana als Kind mit ihrem Vater. (undatierte Aufnahme)
AFP
Yossif Vissarionovitch Dzhugashvili known as Joseph Stalin ("man of steel", 1879-1953) hugs a little girl as he reviews from the balcony of Lenin's mausoleum a military parade during May 1, 1952 celebrations at Moscow Red Square. After a failed start as a novice priest, Stalin joined the ranks of the revolutionaries Bolsheviks who seized power in Russia in 1917. Rising ruthlessly through the political ranks of Soviet new regime, Stalin succeeded the Bolshevik leader Vladimir Lenin after his death in 1924 and installed a fearsome process of repression. He become later the head of the Soviet Union and died of a cerebral haemorrhage 05 March 1953.
Yossif Vissarionovitch Dzhugashvili known as Joseph Stalin ("man of steel", 1879-1953) hugs a little girl as he reviews from the balcony of Lenin's mausoleum a military parade during May 1, 1952 celebrations at Moscow Red Square. After a failed start as a novice priest, Stalin joined the ranks of the revolutionaries Bolsheviks who seized power in Russia in 1917. Rising ruthlessly through the political ranks of Soviet new regime, Stalin succeeded the Bolshevik leader Vladimir Lenin after his death in 1924 and installed a fearsome process of repression. He become later the head of the Soviet Union and died of a cerebral haemorrhage 05 March 1953.
AFP
Das letzte grosse Interview: Lana Peters und Regisseurin Lana Parshina bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm «Svetlana on Svetlana», der am 18. April 2010 am Wisconsin Film Festival Premiere feierte. (undatierte Aufnahme)
Das letzte grosse Interview: Lana Peters und Regisseurin Lana Parshina bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm «Svetlana on Svetlana», der am 18. April 2010 am Wisconsin Film Festival Premiere feierte. (undatierte Aufnahme)
Icarus Films, Keystone
1 / 7

Die einzige Tochter des früheren sowjetischen Diktators Josef Stalin ist tot. Lana Peters sei bereits am 22. November im Alter von 85 Jahren an Darmkrebs gestorben, teilte die Gerichtsmedizinerin des Bezirks Richland im US-Staat Wisconsin, Mary Turner, am Montag mit.

Peters, die damals noch Swetlana Allilujewa hiess, hatte sich 1967 aus der Sowjetunion abgesetzt. Eigentlich hatte sie nur die sterblichen Überreste ihres dritten Ehemanns in dessen indische Heimat bringen wollen. Dann beantragte sie jedoch in der US-Botschaft in Neu-Delhi politisches Asyl. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Schweiz reiste sie in die USA aus. In der Sowjetunion liess sie zwei Kinder zurück.

Propaganda-Coup für die USA

Im Westen wurde Peters Flucht während des Kalten Krieges als gelungener Propaganda-Coup gefeiert. Der damalige sowjetische Ministerpräsident Alexei Kosygin nannte Peters hingegen eine «kranke Person» und «moralisch instabil».

Peters wehrte sich jedoch dagegen, auf ihre Rolle als Dissidentin reduziert zu werden. «Ich habe die Lager gewechselt - von den Marxisten zu den Kapitalisten», sagte Peters 2007 in einem Interview. Sie erklärte jedoch, ihre Identität sei viel komplexer und sie sei nie wirklich verstanden worden.

Stalin als paranoider Mann

In den USA heiratete Allilujewa den Architekten William Wesley Peters nahm die US-Staatsbürgerschaft an. Kurz nach ihrer Ankunft in den USA wurde das Buch «20 Briefe an einen Freund» veröffentlicht, dass auf ihren 1963 verfassten Erinnerungen basiert. In dem Werk beschreibt sie ihren Vater als distanzierten und paranoiden Mann.

Peters kritisierte die Politik ihres Vaters, der für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich gemacht wird. «Egal, was ich tue oder sage - der Schatten meines Vaters schwebt über mir», sagte Peters 1983 in einem Interview der Zeitung «Chicago Tribune».

sda/dapd/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch