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Spekulationen um Haiders Leiche

Wird Jörg Haider zum zweiten Mal obduziert? Und: Waren womöglich K.o.-Tropfen für seinen Tod verantwortlich? In Österreich dreht sich das Gerüchtekarussell schneller denn je.

Österreich rätselt weiter um Jörg Haiders Tod. Claudia Haider, Witwe des verstorbenen Rechtspopulisten, habe dessen Einäscherung verschoben, um eine zweite Obduktion im Ausland durchführen zu lassen, hiess es bereits gestern in verschiedenen Medien. Angeblich hege Haiders Frau Zweifel an der bisherigen Version des Unfallhergangs. Gemäss «Stimmen aus Haiders Familienkreis», die weiter zitiert werden, zweifle Claudia Haider daran, dass ihr Ehemann «in so kurzer Zeit so viel getrunken habe». Das sei völlig untypisch und hätte ihm überhaupt nicht ähnlich gesehen.

Die Familie, die an den Ergebnissen der Obduktion zweifle, wolle nun endlich Klarheit und darum auf eigene Faust Untersuchungen anstellen.

Alles Quatsch?

«Alle diese Gerüchte, wonach es eine Obduktion im Ausland gegeben haben soll, sind völliger Unsinn», dementiert Claudia Haider später in denselben Medien. Eine zweite Obduktion schliesse sie zwar nicht komplett aus, sie halte es jedoch für unwahrscheinlich, sich doch noch zu diesem Schritt zu entschliessen. Der Leichnam ihres Mannes werde aber bestimmt nicht irgendwohin ins Ausland gebracht.

Zu den weiteren Gerüchten wollte sie keine Stellung nehmen. Davon gibt es jedoch immer mehr – darunter wahrhaftige Verschwörungstheorien. So sollen beim Unfall Haiders K.O.-Tropfen im Spiel gewesen sein. Auch die Möglichkeit, er sei von einem Anruf oder einer SMS abgelenkt gewesen, wird offenbar in Betracht gezogen.

«Widerwärtiger» Medienhype

«Im Vortestverfahren ist alles negativ, keine Drogen», hatte jedoch bereits der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt beschieden. Und auch die Leiterin der Grazer Gerichtsmedizin befand: «K.O.-Tropfen sind nachweisbar, aber der Test bei Haider war negativ.»

Also weiterhin alles unklar? Claudia Haider jedenfalls ist Medienberichten zufolge zu keinen weiteren Interviews oder öffentlichen Stellungnahmen bereit. Den Medienhype um den Tod ihres Mannes findet sie – so heisst es – «widerwärtig».

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