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Spanien ruft wegen Hitze Alarmstufe Rot aus

In der südspanischen Stadt Córdoba war es am Nachmittag 45 Grad heiss. Vielerorts in Südeuropa kämpfen Feuerwehrleute gegen Waldbrände. In Portugal verbrannte eine Fläche von der Grösse des Kantons Glarus.

An der Sonne ist es noch heisser: Ein Tourist lässt sich vor einer Temperaturanzeige in Córdoba fotografieren. (9. August 2012)
An der Sonne ist es noch heisser: Ein Tourist lässt sich vor einer Temperaturanzeige in Córdoba fotografieren. (9. August 2012)
Keystone

In Spanien hat die Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad im Schatten einen neuen Höhepunkt erreicht. Das Wetteramt gab für mehrere Provinzen im Zentrum und Süden des Landes die höchste Alarmstufe aus.

In der Gegend von Córdoba im südspanischen Andalusien war es am nachmittag rund 45 Grad heiss. Eine Wetterstation in der Innenstadt von Córdoba meldete 45,5 Grad. Aus Madrid und Sevilla werden 42 Grad gemeldet. Meteorologen rechneten damit, dass die von einer Heissluftfront aus Afrika verursachte Hitzewelle heute ihren Höhepunkt hatte.

Hohe Waldbrandgefahr

Die ausgegebene Alarmstufe Rot bedeutet, dass eine sehr ungewöhnliche Wetterlage erwartet wurde und das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen besonders hoch war. Die Menschen wurden aufgerufen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden und ausreichend Wasser zu trinken. Die Hitze bedeutete auch eine extrem hohe Waldbrandgefahr.

Das Risiko wurde noch dadurch erhöht, dass der Sommer in ganz Spanien bisher ungewöhnlich trocken war. In der Gegend von Cuenca in Zentralspanien kämpften die Löschteams gegen ein Feuer, das drei Quadratkilometer Wald und Buschland vernichtete.

In Portugal schon viel verbrannt

Bei Waldbränden im benachbarten Portugal starb ein Feuerwehrmann. Der 53-Jährige sei am Donnerstag bei Figueiró dos Vinhos in seinem Fahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden, berichteten Medien unter Berufung auf den Zivilschutz.

Den amtlichen Angaben zufolge wütete noch ein Waldbrand in der nordöstlichen Gemeinde Algoso, 30 Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Bis Ende Juli hatten die Brände in Portugal nach offiziellen Angaben gut 670 Quadratkilometer Wald zerstört, in etwa die Fläche des Kantons Glarus. Das sei dreimal mehr als im Vorjahr, teilten die portugiesischen Behörden weiter mit.

Feuer auf Sizilien

Schwere Brände gab es am Freitag weiterhin in Sizilien. Die Flammen tobten in der Provinz Enna im Zentrum der Insel. Die Helfer hatten viel zu tun. Unter anderem mussten sie betagte Personen gegen deren Willen in Sicherheit bringen. Zudem kam es wegen des Feuers zu einem grösseren Stromausfall in der Gegend.

Löschflugzeuge waren auch unweit von Palermo massiv im Einsatz, wo die Flammen ein zwei Quadratkilometer grosses Waldgebiet zerstört haben.

Schwere Brände tobten auch in Apulien, Ligurien, Kampanien und bei Rom. Meterhohe Flammen wüteten im Viertel Monte Mario im Norden der Hauptstadt auf einem etwa einen halben Hektar grossen Grundstück.

Die Feuerwehren verdächtigen Brandstifter. Einige Verdächtige wurden festgenommen. Seit dem 15. Juni wurden unweit von Rom 220 Brände gemeldet, das sind 120 Prozent mehr als im Sommer 2011.

Brände unter Kontrolle

Griechenland kämpfte ebenfalls weiter gegen mehrere Waldbrände. Die Flammen auf der Halbinsel Chalkidiki bedrohten nach Feuerwehrangaben keine bewohnten Gebiete mehr.

Die Löscharbeiten auch aus der Luft würden durch das bergige Gebiet erschwert, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Klöster der Anlage am Berg Athos seien nicht bedroht. Auch vom Ferienort Ouranoupolis konnten die Feuerwehrleute die Flammen zurückdrängen.

Auch ein anderer Grossbrand auf der Halbinsel Peloponnes war anscheinend unter Kontrolle. Dort waren am Dienstag und Mittwoch sieben Menschen verletzt worden.

SDA/mw

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