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Seit fünf Tagen im Funkloch

Der Schweizer Marco Weber und 29 weitere Greenpeace-Aktivisten sind im russischen Murmansk eingetroffen. Ihnen drohen 15 Jahre Haft wegen Piraterie. Die Verhaftung sei «illegal», sagt ein Seerechts-Experte.

Der Greenpeace-Eisbrecher Arctic Sunrise ist gestern im russischen Hafen Murmansk eingetroffen, nachdem er letzten Donnerstag von der Küstenwache besetzt worden war. «Wir haben mit der Crew gesprochen», twitterte die Umwetschutzorganisation gestern Abend. «Ihnen wurden gesagt, sie sollten sich darauf vorbereiten, das Schiff zu verlassen. Wir wissen nicht, wohin sie gebracht werden.»

Die russischen Behörden haben gestern die Eröffnung eines Verfahrens wegen Piraterie angekündigt. Man werde alle Beteiligten verhören und die «aktiveren» verhaften, teilte die staatliche Ermittlungsbehörde mit. Im schlimmsten Fall drohen den Aktivisten bis zu 15 Jahre Haft sowie Geldstrafen in der Höhe von 500'000 Rubel (rund 14'300 Schweizer Franken).

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