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Sechs Teenager tot in Gartenlaube gefunden

Ein Vater hat in Bayern in einem Garten sechs Leichen gefunden – darunter die seiner beiden Kinder. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Todesdrama in Gartenhäuschen: Die Polizei hat die Zufahrt zu einem privaten Grundstück in der Nähe von Arnstein abgesperrt. (30. Januar 2017)
Todesdrama in Gartenhäuschen: Die Polizei hat die Zufahrt zu einem privaten Grundstück in der Nähe von Arnstein abgesperrt. (30. Januar 2017)
Keystone
Ein Vater hat sechs Teenager tot aufgefunden – darunter seine Tochter und seinen Sohn.
Ein Vater hat sechs Teenager tot aufgefunden – darunter seine Tochter und seinen Sohn.
Keystone
Das Betreten des Tatorts ist verboten.
Das Betreten des Tatorts ist verboten.
Keystone
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Nach dem entsetzlichen Fund von sechs Toten in einem Gartenhaus herrscht Trauer in der bayrischen Stadt Arnstein. «Es ist für uns ein schwerer Schicksalsschlag, so viele junge Menschen zu verlieren», sagte der Zweite Bürgermeister, Franz-Josef Sauer.

Ein Feuerwehr-Kommandant, der zum Einsatzort gerufen wurde, sagte der «Mainpost», er habe in seiner langen Dienstzeit schon viele Tote gesehen. «So etwas Schlimmes habe ich aber noch nie erlebt.»

Am Sonntagvormittag hatte ein besorgter Vater in dem kleinen Ort im Landkreis Main-Spessart in Unterfranken in seinem Gartenhäuschen die Leichen der sechs jungen Menschen im Alter von 18 und 19 Jahren entdeckt. Unter den Opfern sind auch sein Sohn und seine Tochter. «Dem betroffenen Vater in die Augen zu sehen - das kann man in keiner Schule lernen», sagte Sauer.

Die 18-jährige Rebecca hatte vor ihrem Tod ein Bild auf Facebook gepostet, wie die «Bild»-Zeitungberichtet. «Ich würde mir wünschen, an meinem Grab stehen zu können, nur um die Trauernden zu fragen, wo sie waren, als ich noch lebte», hiess es darauf. War dies eine Prophezeiung?

Obduktionen sollen Klarheit bringen

Auch einen Tag nach dem Fund gab das Geschehen den Ermittlern Rätsel auf. «Die Umstände sind nach wie vor unklar», sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen zu den Hintergründen liefen auf Hochtouren.

Eine am Montag angeordnete Obduktion der Toten - fünf junge Männer und eine Frau - könnte Aufschluss über die Todesursache geben. Angeordnet wurden ausserdem Blutuntersuchungen «auf etwaige körperfremde Stoffe», wie die Würzburger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei mitteilten.

Die Ermittlungen werden den Angaben zufolge «aufgrund der Vielzahl der Verstorbenen und des Umfangs der erforderlichen Untersuchungen» noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

Die jungen Leute hatten im Gartenhaus auf einem abgelegenen Grundstück in der Gegend von Arnstein eine private Party gefeiert. Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten könnten, gab es den Ermittlern zufolge zunächst nicht.

In der Hütte befand sich nach Polizeiangaben ein Holzofen, der während der Feier in Betrieb war. Ob dieser den Tod der sechs jungen Menschen verursacht hat, blieb zunächst offen. «An irgendwelchen Spekulationen wollen wir uns nicht beteiligen», sagte der Polizeisprecher.

Drei der jungen Menschen - darunter auch das Geschwisterpaar - stammten nach Angaben des zweiten Bürgermeisters Sauer direkt aus Arnstein, zwei junge Männer aus Eussenheim und das sechste Opfer aus Wasserlosen bei Schweinfurt.

Weil der Vater nach der Feier am Samstagabend bis in die Morgenstunden keinen Kontakt zu seinen Kindern hatte, wollte er am Sonntag nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Nach dem furchtbaren Fund alarmierte er die Rettungskräfte, die aber nur noch den Tod der sechs Teenager feststellen konnten.

SDA/ij

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