Zum Hauptinhalt springen

Schwerbewaffnete zünden Handgranaten in Kasino

Bei einem Terroranschlag auf ein Kasino in Mexiko sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Attentäter gingen äusserst grausam vor. Präsident Felipe Calderón droht den Tätern mit Vergeltung.

Steht in Brand: Kasino in Monterrey. (25. August)
Steht in Brand: Kasino in Monterrey. (25. August)
Reuters
Schwarzer Tag für Monterrey: Starker Rauch dringt aus dem Gebäude. (25. August)
Schwarzer Tag für Monterrey: Starker Rauch dringt aus dem Gebäude. (25. August)
Keystone
Sichern das Gelände: Soldaten der mexikanischen Armee. (25. August)
Sichern das Gelände: Soldaten der mexikanischen Armee. (25. August)
Reuters
1 / 7

Mexiko ist von einem grauenhaften Terrorakt erschüttert worden. Bei einem Anschlag auf ein Spielkasino in der nordmexikanischen Stadt Monterrey wurden nach Angaben der Behörden mindestens 50 Menschen getötet.

Bis zum späten Abend holten Rettungskräfte Tote und Verletzte aus dem in Flammen stehenden Gebäude des Bingo-Kasinos Royal. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Präsident Felipe Calderón verurteilte die Bluttat scharf als einen Akt des Terrors. Über das soziale Netzwerk Twitter versprach er, alles zu tun, um die Schuldigen zu bestrafen. Es setzte Einheiten der Streitkräfte in Bewegung, um die örtlichen Sicherheitskräfte zu unterstützen.

Menschen im brennenden Gebäude eingeschlossen

Am Nachmittag war eine Gruppe Schwerbewaffneter in das Gebäude eingedrungen, hatte das Feuer auf die Anwesenden eröffnet, Benzin in Brand gesetzt und mehrere Handgranaten gezündet. Dabei waren nach ersten Angaben mehrere Dutzend Menschen eingeschlossen worden, nachdem in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen war, berichtete das örtliche Fernsehen von Monterrey.

Bis zum späten Abend (Ortszeit) dauerten die Rettungsarbeiten an. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Opfer erhöhen würde. Nach Medienberichten war das Kasino bereits in der jüngeren Vergangenheit attackiert worden, weil die Eigentümer sogenannte Schutzgeldzahlungen verweigerten.

Der Anschlag trifft das vom Drogenkrieg und zunehmender Gewalt heimgesuchte Land besonders hart. Monterrey, das wichtigste Industriezentrum des nordamerikanischen Landes rund 1500 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt, ist seit Monaten eine der am schwersten vom Drogenkrieg betroffenen Städte Mexikos. Wegen der zunehmenden Unsicherheit denken immer mehr Unternehmen daran, ihre Aktivitäten aus Monterrey in sicherere Regionen des Landes zu verlegen.

SDA/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch