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Schwer verletzter Tour-Guide ist vermutlich ausgerutscht

Zum Canyoning-Unfall im Saxetbach wurden neue Details bekannt. Der 35-jährige Ausländer ist bei Bewusstsein.

Der gestrige Canyoning-Unfall ereignete sich im oberen Teil des Saxetbachs (roter Kreis).
Der gestrige Canyoning-Unfall ereignete sich im oberen Teil des Saxetbachs (roter Kreis).
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Um 9.45 Uhr war die Meldung am Dienstag bei der Rega-Zentrale in Zürich eingegangen: verletzte Person im oberen Teil des Saxetbachs. Unverzüglich startete der Hubschrauber der Rettungsgesellschaft von der Einsatzbasis Wilderswil. Per Rettungswinde wurden ein Notarzt und ein SAC-Rettungsspezialist in das unwegsame Gelände des Saxetbachs hinabgelassen, dessen Bett in einer Schlucht liegt. Wie Rega-Mediensprecher Christian Trottmann mitteilte, habe sich der «schwer verletzte Patient» zu diesem Zeitpunkt noch im Wasser befunden. Im Neoprenanzug musste der SAC-Spezialist der Rega den Verletzten retten, bevor dieser vom Notarzt medizinisch versorgt und transportfähig gemacht wurde. Danach wurde er mit dem Helikopter zur Behandlung ins Spital geflogen.

«Vermutlich ausgerutscht»

Bei dem Verletzten handelt es sich um einen Tour-Guide der Firma Outdoor Interlaken AG, der eine Gruppe von Touristen auf einer Canyoning-Tour durch den Saxetbach führte. «Vermutlich ist er bei einem Sprung ausgerutscht», erklärt der Geschäftsführer von Outdoor Interlaken, Philippe Willi, und weist darauf hin, dass sich der «Selbstunfall» an einer Stelle ereignet habe, «an der nur die Guides springen. Die Gäste waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet», so Willi. Sie seien zur Basis zurücktransportiert worden. Laut einer Mitarbeiterin von Radio Berner Oberland, die die Canyoning-Gruppe nach ihrem Trip beobachtet hat, hätten einige der vor allem jungen Tour-Teilnehmer «sehr verstört» gewirkt.

«Insgesamt bestand die Tour aus 14 Teilnehmern, aufgeteilt in zwei Gruppen à sieben Personen», berichtet Philippe Willi. Vier Guides und ein Fotograf begleiteten die Tour-Teilnehmer. «Des Weiteren war noch eine Gruppe eines Konkurrenzbetriebs im Canyon, welche uns aktiv an der Unfallstelle unterstützt hat.»

35-jähriger Neuseeländer

Wie es zu dem Unfall gekommen ist, dazu konnte Willi gestern keine Angaben machen. Er wies aber darauf hin, dass es sich bei dem Mitarbeiter um einen «sehr erfahrenen Guide», einen «Profi» handele. Erinnerungen an das Canyoning-Drama im Saxetbach, bei dem auf den Tag genau vor elf Jahren 21 junge Menschen ihr Leben verloren hatten, waren dem Geschäftsführer von Outdoor Interlaken nach dem gestrigen Unfall nicht in den Sinn gekommen.

«Wie gehts dem Guide und der Gruppe? Das ist im Moment das Wichtigste», sagte Willi gestern, angesprochen auf seine Gedanken. Was seinen Mitarbeiter betrifft, gab Philippe Willi am Nachmittag bekannt, dass der 35-jährige Neuseeländer bei Bewusstsein sei. Den ganzen Tag war der Geschäftsführer der Outdoorfirma in Verbindung mit dem Spital einerseits und den Angehörigen seines Mitarbeiters in Neuseeland andererseits.

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