Schweizer im Visier: Konstanzer Polizei rüstet Blitzer-Flotte auf

Ab Oktober könnten Temposünder – insbesondere Einkaufstouristen – per mobilem Blitzgerät überführt werden.

Der halbstationäre, auf einem mobilen Anhänger montierte Blitzer soll ab Herbst im Einsatz stehen. (Bild: Screenshot Youtube/Minipol Cci)

Äusserlich gleicht er einem Wohnwagen oder einem harmlosen Anhänger. Doch der Enforcement Trailer des Herstellers Vitronic hat es in sich: Nicht nur, dass er gleich mehrere Fahrspuren in verschiedenen Richtungen überwachen kann, er übermittelt die gemessenen Daten auch gleich an die Zentrale. Vandalen haben kein leichtes Spiel: Der Kasten ist schusssicher und mit einer Alarmanlage ausgestattet.

Mehrere deutsche und französische Polizeikorps setzen bereits auf den rund 140'000 Franken teuren Wunderkasten. Wie der «Südkurier» schreibt, soll ab diesem Herbst auch einer in Konstanz zum Einsatz kommen.

Nicht in der Schweiz

Schweizer Autofahrer gehören seit Jahren zur «Hauptkundschaft» der Konstanzer Verkehrspolizei. Die Bussgeldstelle der Stadt Konstanz verfügt sogar über eine Schweizer Bankverbindung. Erst letztes Jahr hatte die Polizei hier sechs neue stationäre Blitzer angeschafft. Nun folgt mit dem Enforcement Trailer eine zusätzliche semistationäre Radarfalle. Bei Erfolg sollen weitere dazu kommen.

In der Schweiz ist der Trailer nicht im Einsatz. «Auch unsere Anlagen können mehrere Fahrspuren überwachen», sagt Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen. «Im Gegensatz zum Enforcement Trailer sind sie aber besser als Radargeräte zu erkennen.»

Video: So wird der Blitzer installiert:

TA/NN

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