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Schwedische Schneekanonen für Kim Jong-un

Nordkoreas Machthaber hat eine Vorliebe für teure Freizeitprojekte: Nun präsentierte er ein Skigebiet an der Westküste des Landes. Nicht ganz klar jedoch ist, wie westliche Schneegeräte dorthin gelangten.

Liebt teure Freizeitprojjekte: Kim Jong-un im Schnee. (Undatierte Aufnahme)
Liebt teure Freizeitprojjekte: Kim Jong-un im Schnee. (Undatierte Aufnahme)
KCNA via KNS, AFP
Inspiziert sein neues Luxusprojekt: Kim Jong-un in einem Luxushotel des Ski-Resorts. (Undatierte Aufnahme)
Inspiziert sein neues Luxusprojekt: Kim Jong-un in einem Luxushotel des Ski-Resorts. (Undatierte Aufnahme)
KCNA via KNS, AFP
Das Grossprojekt am Masik-Pass wurde übrigens just an dem Tag initiiert, an dem Südkorea den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 erhalten hat.
Das Grossprojekt am Masik-Pass wurde übrigens just an dem Tag initiiert, an dem Südkorea den Zuschlag für die Olympischen Winterspiele 2018 erhalten hat.
Reuters
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Bei der schwedischen Firma Areco herrschte grosses Erstaunen, als nordkoreanische Staatsmedien diese Woche Aufnahmen vom Skigebiet an Nordkoreas Westküste zeigten: Ausser dem etwa 30-jährigen Machthaber Kim Jong-un war auf den Bildern auch eine Schneekanone der Firma zu sehen.

Areco-Chef Johan Erling sagte der schwedischen Zeitung «Dagens Nyheter», es sei ihm ein Rätsel, wie das Gerät trotz EU-Sanktionen für Luxusgüter und Ausrüstungsgegenstände in das Land habe kommen können. Seine Firma habe die Schneekanone jedenfalls «nicht direkt» an Pyongyang verkauft.

Auch über China kam die Kanone laut Erling nicht nach Nordkorea. Er vermute deshalb, dass es sich um ein gebrauchtes Gerät handele, dessen Herkunft schwer zu ermitteln sei.

Vorliebe für teure Freizeitprojekte

Das Skigebiet am Masik-Pass an der Westküste hatte bereits im vergangenen August Schlagzeilen gemacht, als die Schweiz den Export von Skiliften im Wert von umgerechnet rund 7 Millionen Franken für das nordkoreanische «Propaganda-Projekt» untersagte.

Das Vorzeigeprojekt, für das sich der in der Schweiz ausgebildete Kim persönlich einsetzte, gilt als Gegeninitiative zu den Olympischen Winterspielen, die 2018 in Südkorea stattfinden sollen. Laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA hatte Kim das Skigebiet als «in Blitzgeschwindigkeit» errichtetes «Zentrum der Aufmerksamkeit der Welt» gepriesen.

Der Staatsführer hat immer wieder seine Vorliebe für teure Freizeitprojekte gezeigt - etwa einen riesigen Wasserpark, einen Vergnügungspark und einen Luxus-Reitclub in der Hauptstadt Pyongyang und deren Umgebung.

SDA/ajk

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