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Schuss aus nächster Nähe war vorsätzliche Tötung

Ein Albaner hatte 2005 in Herisau AR einen Griechen zuerst niedergeschlagen und dann aus kurzer Distanz erschossen. Die Bundesrichter haben das Urteil gegen den Schützen nun bestätigt.

Laut den Richtern in Lausanne ist das Ausserrhoder Obergericht zu Recht davon ausgegangen, dass der Herisauer Todesschütze nicht in vermeintlicher Notwehr gehandelt hat.

Der heute 36-jährige gebürtige Kosovare hatte im Februar 2005 an der St. Gallerstrasse in Herisau einen damals 38 Jahre alten Griechen erschossen. Am Nachmittag vor der Tat hatte sich der Schwager des Schützen mit dem späteren Opfer geprügelt.

Dieses hatte seinem Kontrahenten dabei das Nasenbein gebrochen. Um mit dem Griechen «zu reden», wurde er am Abend aus seiner Wohnung gelockt. Beim Zusammentreffen mit seinen Widersachern wurde der Mann zu Boden geschlagen.

Elf Jahre für vorsätzliche Tötung

Als er noch kniete beziehungsweise gerade aufstehen wollte, wurde er aus kurzer Distanz erschossen. Das Obergericht Appenzell Ausserrhoden verurteilte den Täter im vergangenen November wegen vorsätzlicher Tötung zu elf Jahren Freiheitsstrafe.

Ein erstes Urteil war vom Bundesgericht noch aufgehoben worden. Die zweite Beschwerde des Verurteilten haben die Richter in Lausanne nun abgewiesen und das Verdikt gegen ihn damit bestätigt. Er hatte wie vor Obergericht erfolglos geltend gemacht, in einer Situation von vermeintlicher Notwehr gehandelt zu haben.

Laut Bundesgericht hat das Obergericht den Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» indessen nicht verletzt. Es sei zu Recht davon ausgegangen, dass der Täter aufgrund der Umstände nicht habe glauben dürfen, er befinde sich in einer Gefahrensituation. Gemäss dem Urteil ist auch das Strafmass korrekt ausgefallen.

SDA/rub

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