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Schon wieder eine US-Diözese wegen Kindsmissbrauchs pleite

Die katholische Kirche von Helena in Montana muss 17,5 Millionen Dollar an die Opfer sexuellen Missbrauchs bezahlen. Es ist bereits die elfte Diözese, die in den USA aus diesem Grund Konkurs geht.

Macht sich auf die Suche nach «Versäumnissen der Führung»: Bischof George Leo Thomas entschuldigt sich bei den Opfern in seiner Diözese. (31. Januar 2014)
Macht sich auf die Suche nach «Versäumnissen der Führung»: Bischof George Leo Thomas entschuldigt sich bei den Opfern in seiner Diözese. (31. Januar 2014)
Keystone

Wegen Zahlungen in Millionenhöhe an die Opfer sexuellen Missbrauchs hat die katholische Diözese Helena im US-Bundesstaat Montana Konkurs angemeldet. Es ist die elfte Diözese, die in den USA nach teuren Gerichtsverfahren in finanzielle Schieflage geraten ist.

Die Diözese Helena reichte ihren Insolvenzantrag bei Gericht ein, wie der TV-Sender NBC am Freitag (Ortszeit) berichtete. Der Schritt erfolgt im Zusammenhang mit einer Entschädigungszahlung über 15 Millionen Dollar.

Bis in die 1980er Jahre sollen in Helena 362 Kinder durch Priester, Nonnen und andere Mitarbeiter missbraucht worden sein. Weitere 2,5 Millionen Dollar wurden für mögliche weitere Betroffene zur Seite gelegt, die Missbrauchsfälle bisher verschwiegen haben.

Helenas Bischof George Leo Thomas entschuldigte sich schriftlich bei den Opfern. Er wolle die mehr als 30 Jahre alten Unterlagen durchpflügen und klären, ob «Versäumnisse der Führung» beabsichtigt waren.

SDA/chk

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