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Schläger von München blitzt vor allen Instanzen ab

Der letzte inhaftierte Schläger von München bleibt im Strafvollzug: Der Anwalt von Mike B. ist vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Auch eine eigentlich möglich vorzeitige Entlassung konnte er nicht erwirken.

In der Nähe prügelten die drei Schläger gemäss Gerichtsurteil einen Geschäftsmann fast zu Tode: U-Bahn-Station Sendlinger Tor in München.
In der Nähe prügelten die drei Schläger gemäss Gerichtsurteil einen Geschäftsmann fast zu Tode: U-Bahn-Station Sendlinger Tor in München.
Walter Bieri, Keystone

Der einzige noch inhaftierte Jugendliche der drei als Schläger von München bekannt gewordenen jungen Schweizer ist in Deutschland vor allen Instanzen abgeblitzt, wie sein Verteidiger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Die Jugendkammer des Landgerichts München hatte den jungen Schweizer Mike B. im November 2010 zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Verfassungsbeschwerde erfolglos

Der Bundesgerichtshof wies ein Revisionsgesuch als unbegründet ab. Ebenso erfolglos sei eine Verfassungsbeschwerde geblieben, wie der Verteidiger des heute 20-Jährigen sagte.

Damit waren alle Möglichkeiten, das Urteil anzufechten, ausgeschöpft. Der junge Mann befindet sich im Strafvollzug. Anträge auf vorzeitige bedingte Entlassung scheiterten laut Verteidiger: «Der Staatsanwalt stellte sich quer.»

Bedingte Entlassung möglich

Eine bedingte Entlassung wäre gemäss Jugendstrafrecht schon nach Verbüssung eines Drittels der Strafe zulässig, nicht erst nach zwei Dritteln, wie im Erwachsenenstrafrecht.

Der junge Mann gilt als Haupttäter unter drei damals 16-jährigen Jugendlichen, die Ende Juni 2009 in der Münchner Innenstadt wahllos fünf Menschen attackiert und brutal zusammengeschlagen hatten. Sie weilten mit ihrer Klasse der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht ZH in der Stadt.

Mittäter akzeptierten Urteil

Noch in der Tatnacht wurden sie festgenommen. Alle drei wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt. Der 20-Jährige hatte als einziger sein Urteil nicht akzeptiert.

Die beiden anderen sind bereits wieder in der Schweiz. Sie hatten Freiheitsstrafen von zwei Jahren und zehn Monaten (wegen gefährlicher Körperverletzung) beziehungsweise von vier Jahren und zehn Monaten (wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung) erhalten. Der erste konnte im Frühjahr 2011 nach Hause zurückkehren, der zweite im Sommer 2012.

SDA/mw

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