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Schiesserei in US-Kino – drei Tote

Ein Mann steht während einer Kinovorstellung auf und beginnt zu schiessen. Er tötet zwei Besucher und richtet sich anschliessend selbst.

In einem Kino im US-Bundesstaat Louisiana hat ein Mann aus noch ungeklärten Motiven plötzlich um sich geschossen und zwei Menschen und sich selbst getötet. Bis zu neun Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Der Schütze feuerte während der Filmvorführung auf Zuschauer und löste damit Chaos aus.

Zur Schiesserei von Lafayette hat die Polizei neue Details bekannt gegeben: Der abgesperrte Parkplatz vor dem Kino. (24. Juli 2015)
Zur Schiesserei von Lafayette hat die Polizei neue Details bekannt gegeben: Der abgesperrte Parkplatz vor dem Kino. (24. Juli 2015)
Yuri Gripas, AFP
Der Schütze, der 59-jährige John H., soll antisemitische und homophobe Ansichten vertreten haben.
Der Schütze, der 59-jährige John H., soll antisemitische und homophobe Ansichten vertreten haben.
Lafayette Police Departement, Keystone
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Der Täter sei ein weisser Mann in den 50ern, sagte der Polizeichef von Lafayette, Jim Craft. Die Polizei des Bundesstaats sprach von einem 58-Jährigen. Dessen Identität ist bislang noch unbekannt. Zum Motiv der Tat machte Polizeichef Craft noch keine Angaben.

Ohne Vorwarnung geschossen

Zu den Schüssen kam es in einem Kino der Kette The Grand in Lafayette, etwa 100 Kilometer von Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana, entfernt. Unter den Zuschauern brach Panik aus, erzählten Augenzeugen. Die Schüsse kamen ohne Vorwarnung. Plötzlich habe sie ein lautes Geräusch vernommen, sagte Kinobesucherin Katie Domingue der Regionalzeitung «The Advertiser».

Ein älterer weisser Mann sei aufgestanden und habe zu schiessen begonnen. «Er gab keinen Ton von sich. Ich habe auch nicht gehört, dass Leute schreien.» Nach sechs Schüssen sei sie zusammen mit ihrem Verlobten Richtung Ausgang gerannt. Einige der Verletzten seien in einem kritischen Zustand. Die Bundespolizei FBI wurde in die Ermittlungen eingeschaltet.

Chaos vor dem Kino

Der Täter soll die Menschen in die Beine und andere Körperteile geschossen haben. Die Zuschauer im gesamten Kinokomplex mit mehreren Sälen wurden aufgefordert, das Gebäude umgehend zu verlassen. Vor dem Kino war laut Augenzeugen ein Wirrwarr an verängstigten Kinobesuchern, ihren Angehörigen und den eintreffenden Rettungskräften.

Obama über Blockade bei Waffenkontrollen in den USA «frustriert»

Nur wenige Stunden vor der Schiesserei hat sich Präsident Barack Obama «frustriert» über die mangelnde gesetzliche Verschärfung der Waffenkontrollen in den USA gezeigt. Dies sei das Thema, das ihn seit seinem Amtsantritt 2009 am meisten enttäuscht habe, sagte Obama der Rundfunkgesellschaft BBC. Die USA seien «dasjenige hochentwickelte Land der Erde», in dem es keine ausreichende und auf «gesundem Menschenverstand» beruhende Sicherheitsbestimmungen für das Tragen von Waffen gebe.

Es sei «betrüblich», dass es ihm bislang nicht gelungen sei, daran etwas zu ändern. Aber er werde die Versuche in den kommenden 18 Monaten fortsetzen, kündigte Obama an. Seine Präsidentschaft endet Anfang 2017 nach zwei Amtszeiten. Die US-Verfassung garantiert es jedem Bürger, dass er eine Waffe tragen darf. Dies wird von Millionen Waffenbesitzern als Zeichen der Freiheit verteidigt.

SDA/hae

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