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Saudische Prinzessin wegen Menschenhandels vor Gericht

Einem Mitglied des saudiarabischen Königshauses droht in den USA eine langjährige Haftstrafe. Prinzessin Meshael Alayban soll eine kenianische Hausangestellte festgehalten und ausgebeutet haben.

Ein politisch brisanter Fall: Der zuständige Staatsanwalt Tony Rackauckas im Gerichtsgebäude des kalifornischen Santa Ana. (10. Juni 2013)
Ein politisch brisanter Fall: Der zuständige Staatsanwalt Tony Rackauckas im Gerichtsgebäude des kalifornischen Santa Ana. (10. Juni 2013)
Keystone

Eine Prinzessin des saudiarabischen Königshauses muss sich in den USA wegen Menschenhandels vor Gericht verantworten. Der 42 Jahre alten Meshael Alayban wird vorgeworfen, eine Hausbedienstete aus Kenia gegen deren Willen in ihrem Haus in Kalifornien festgehalten und ausgebeutet zu haben. Sollte sie verurteilt werden, drohen Alayban bis zu zwölf Jahre Gefängnis.

Das 30 Jahre alte Opfer war den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge 2012 in Kenia angeworben worden. Bei ihrer Ankunft wurde ihr der Pass abgenommen, sie durfte nicht mehr gehen, musste wesentlich länger arbeiten als vereinbart und wurde dafür deutlich schlechter bezahlt. Schliesslich gelang ihr die Flucht.

Kaution von fünf Millionen Dollar

Die Prinzessin wurde vorübergehend festgenommen, befindet sich gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar auf freiem Fuss. Ihr Anwalt sieht den Fall als eine Vertragsstreitigkeit. Die hohe Kaution kritisierte er. Nur weil seine Mandantin reich sei, dürfe man ihr nicht eine Summe in der Höhe eines Lösegeldes abverlangen.

SDA/rub

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