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Rattenplage im Louvre

Ratten haben die Gartenanlage vor dem Pariser Louvre erobert. Schuld sind die Touristen.

Haben vor Monaten die Gartenanlage vor dem Pariser Louvre erobert: Eine Ratte huscht durch den Park. (29. Juli 2014)
Haben vor Monaten die Gartenanlage vor dem Pariser Louvre erobert: Eine Ratte huscht durch den Park. (29. Juli 2014)
AP Photo/Francois Mori, Keystone
Slalom zwischen Kunstwerken: Eine Ratte rennt an einer Statue von Maillol im Tuileriengarten vorbei. (29. Juli 2014)
Slalom zwischen Kunstwerken: Eine Ratte rennt an einer Statue von Maillol im Tuileriengarten vorbei. (29. Juli 2014)
AP Photo/Francois Mori, Keystone
Unangenehme Überraschung für Touristen: Eine Ratte sucht Deckung in einem Busch. (28. Juli 2014)
Unangenehme Überraschung für Touristen: Eine Ratte sucht Deckung in einem Busch. (28. Juli 2014)
AFPTV / Chloe Chauvris, AFP
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«Ich sehe etwa zehn bis 15 Ratten pro Tag», sagte Traore Massamba, einer der Gärtner, die sich um die Parkanlage kümmern, am Dienstag. Die bei schönem Sommerwetter von Parisern und Touristen in dem Park hinterlassenen Essensreste ziehen die Nager magisch an. Ariane Dalle wundert sich nicht über die Rattenplage. «Es gibt hier so viel Abfall, es ist schon ziemlich schmutzig», sagt die Pariserin, die nahe des Jardin des Tuileries arbeitet und hier immer wieder in dem Park ihre Mittagspause verbringt. «Überall sind Zigarettenkippen und Essensreste. Die Leute respektieren einfach nicht die Umwelt.» Verärgert zeigt sie auf den Müll, der sich auf dem akkurat geschnittenen Rasen des Parks anhäuft, obwohl überall Abfalleimer stehen.

Während Kammerjäger in dem weitläufigen Park normalerweise alle zwei Monate gegen die Nagerplage zu Felde ziehen, rücken sie im Sommer mindestens einmal pro Monat an. «Wenn sich die Ratten besonders stark vermehren wie derzeit, dann wird die Firma sofort vom Museum informiert, damit sie so schnell wie möglich und häufiger eingreifen kann», sagt Museumssprecherin Elise Guillou.

Die Ratten bleiben

Für Touristen, die es zu dem beliebten Kunstmuseum und in den angrenzenden Tuileriengarten zieht, sind die Ratten ein Schock. Der 31-jährigen Evelyne Delemarre aus den Niederlanden entfuhr ein Schrei, als sie eines der Tiere durch die Anlagen hüpfen sah. «Normalerweise sehe ich nie Ratten», sagte sie.

Doch vielleicht müssen sich die picknickenden Touristen und Pariser an eine gute Nachbarschaft mit Parkratten gewöhnen. «Wir tun alles, was wir können. Das Problem gibt es in allen öffentlichen Parks», sagte Museumsmitarbeiter Jean-Claude Ndzana Ekani. Angesichts der Grösse des zum Louvre gehörenden Parks könnten die Ratten aber nicht ausgerottet werden, sagt er.

sda/AFP/ldc

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