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Polizei sprengt grosses Pädophilen-Netzwerk

Die norwegische Polizei ermittelt gegen Dutzende Männer, die ihre grausamen Verbrechen live im Darknet streamten.

Ein Kindsmissbrauchsskandal erschüttert Norwegen: Die Chefermittler der Polizei während einer Pressekonferenz zum Fall am 21. November 2016.
Ein Kindsmissbrauchsskandal erschüttert Norwegen: Die Chefermittler der Polizei während einer Pressekonferenz zum Fall am 21. November 2016.
Marrit Hommedal, Keystone

Es ist einer der grössten Missbrauchsskandale in der Geschichte des Landes: Die norwegischen Behörden hat ein Pädophilen-Netzwerk aufgedeckt und gigantische Mengen Datenmaterial beschlagnahmt.

Das Material zeige unter anderem, wie Kinder, Kleinkinder und Babys vergewaltigt, gefesselt und gequält würden, berichtet die norwegische Zeitung «The Local». In mindestens einem Fall soll ein Beschuldigter sein eigenes Kind missbraucht haben. Ein anderer Mann plante den Missbrauch seines ungeborenen Kindes.

Verschlüsselter Austausch im Darknet

20 Männer seien im Zuge der «Operation Dark Room» festgenommen werden, gegen 31 werde nun ermittelt, teilte die Polizei mit. Unter den Tätern seien auch ein Politiker, ein Vorschullehrer und ein Polizist. Es handle sich in vielen Fällen um gebildete Personen und Computerspezialisten. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Die Beschuldigten hatten sich verschlüsselt über das Darknet miteinander ausgetauscht und ihre Gräueltaten dort teilweise auch live gestreamt. Auf ihre Spuren war die norwegische Polizei durch einen Tipp des US-Geheimdienstes FBI gekommen.

Insgesamt 150 Terabyte belastendes Material hat die Polizei bei den verdächtigen Männern beschlagnahmt. Zum Vergleich: Laut der University of Oregon hat ein Terabyte die Speicherkapazität für 310'000 Fotos oder rund 250 zweistündige Filme.

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